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Letzte Aktualisierung: 30. Oktober 2026

Pressemitteilung

Standortloyalität bleibt sehr hoch, Verbesserungsbedarf bei den Standortfaktoren / Brossardt: „Bürokratie zügig abbauen, spürbare Entlastungen für Unternehmen schaffen!“

Die Unternehmen in der Region stehen weiterhin mit überwältigender Mehrheit hinter dem Standort Schwaben. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Demnach würden sich 86,3 Prozent der Unternehmen erneut in Schwaben ansiedeln, Platz 1 unter den Regierungsbezirken. Dazu erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Im Vergleich zum Vorjahr ist die Standortloyalität deutlich gestiegen, die schwäbischen Firmen bekennen sich klar zum Standort. Das ist ein wichtiges Signal. Damit Wohlstand und Arbeitsplätze langfristig gesichert bleiben, müssen wir aber alles daransetzen, die Rahmenbedingungen attraktiv zu halten und nachhaltig zu verbessern.“ Die Umfrage wird seit 2013 jährlich von der Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH für die vbw durchgeführt.

Die Studie bewertet die allgemeine Standortqualität in Schwaben mittels einer Skala zwischen 0 und 100 Punkten. Gegenüber 2025 verbesserte sich die Bewertung der Standortqualität um 1,6 auf 75,9 Punkten, der bayerische Durchschnitt liegt weiterhin bei 72,5 Punkten. Zusätzlich zur Bewertung der allgemeinen Standortqualität und -loyalität haben die Unternehmen Schulnoten für die fünf Themenfelder „Humankapital“, „Allgemeine Infrastruktur“, „Innovationsumfeld“, „Energie und Rohstoffe“ sowie „staatliches Verwaltungshandeln“ vergeben. Schwabenliegt nach Einschätzung der befragten Unternehmen teils deutlich über dem bayerischen Durchschnitt.

Insgesamt haben sich 21 Standortfaktoren verbessert, fünf hingegen verschlechtert. Am schlechtesten wurde in Schwaben der Bereich Verwaltungshandeln bewertet, der sich aber um 0,1 auf Note 4,2 verbessert hat. „Die überbordende Bürokratie ist und bleibt das größte Standortrisiko, das bestätigt unsere Studie erneut“, macht Brossardt deutlich. Spürbar verschlechtert hat sich der Bereich Energie und Rohstoffe, um 0,2 auf Note 3,6. „Der Iran-Krieg und dessen massive wirtschaftliche Folgen gießen zusätzlich Öl ins Feuer der Energiekostenkrise an unserem Standort. Wir brauchen schnellstmöglich Entlastungen bei den Strompreisen für die Wirtschaft“, ergänzt Brossardt. Verbessern konnten sich zudem die Bereiche Humankapital, Innovationsumfeld und Allgemeine Infrastruktur.

Die Perspektiven der schwäbischen Unternehmen bleiben dagegenklar negativ. „Bis 2028 planen die Unternehmen in der Region weniger zu investieren, so liegt der Saldo aus vergangenen und zukünftigen Investitionsentwicklungen bei -10,4 Prozent. Das ist ein äußerst fatales Signal. Wir müssen die anhaltende Investitionsschwäche überwinden, sonst verlieren wir noch weiter an internationaler Wettbewerbsfähigkeit“, erläutert Brossardt weiter.

Die befragten schwäbischen Unternehmen haben daher klare Erwartungen an die Politik, um die Standortbedingungen wieder nachhaltig wettbewerbsfähig zu gestalten. „Als oberste Priorität sehen die Betriebe insbesondere die zügige Senkung der Bürokratiekosten und

Erleichterungen bei den Genehmigungsverfahren an. Darüber hinaus brauchen die Betriebe endlich wettbewerbsfähige Energiepreise sowie eine leistungsfähige Infrastruktur. Angekündigte Entlastungen müssen schnell und spürbar in den Unternehmen ankommen, wie die Stromsteuersenkung für die gesamte Wirtschaft“, fordert Brossardt. Die vbw sieht dafür vor allem die Bundesregierung in der Pflicht. „Die entscheidenden Stellschrauben für eine spürbare Entlastung liegen in Berlin. Aber auch Brüssel muss schneller werden: Beim Bürokratieabbau ist zwar schon einiges passiert, aber das Tempo muss noch deutlich steigen“, erklärt Brossardt.

Auch der Freistaat muss laut vbw seine Bemühungen bei Bürokratieabbau und Digitalisierung verstärken. „Die öffentliche Verwaltung in Bayern muss noch digitaler, noch schlanker werden. Das ist und bleibt eine Daueraufgabe. Die Staatsregierung hat bereits wichtige Impulse gesetzt. Entscheidend ist nun, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen,“ betont Brossardt.

Die Studie finden Sie hier: www.vbw-bayern.de/unternehmensperspektiven

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