Letzte Aktualisierung: 06. November 2026
Pressemitteilung
Bayerische Wirtschaft sorgt für 617.000 Arbeitsplätze in den USA / Brossardt: „Bayerische Unternehmen behaupten starke wirtschaftliche Präsenz“
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Die bayerischen Unternehmen sorgen durch ihre Investitionen vor Ort und durch den Handel für ein hohes Maß an Wertschöpfung und Beschäftigung in den Vereinigten Staaten. Dies ist das zentrale Ergebnis der aktuellen Studie „Bayerns wirtschaftlicher Impact in den USA“ der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Die USA sind nach wie vor auch das wichtigste Einzelland für bayerische Direktinvestitionen. „Die bayerische Wirtschaft hat durch ihre Investitionen, ihre Produktion und ihre Geschäftstätigkeiten in den USA einen erheblichen positiven Einfluss auf die dortige Wirtschaft. Demnach erwirtschaften die 775 bayerisch kontrollierten Unternehmen, also Unternehmen, in denen bayerische Investoren mindestens 50 Prozent Kapital- oder Stimmrechtanteil halten, eine jährliche Wertschöpfung von 69,1 Milliarden Euro und beschäftigen rund 180.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Nimmt man zusätzlich die Zulieferer der bayerisch kontrollierten Unternehmen sowie die Konsumausgaben ihrer Beschäftigten in den Blick, beläuft sich der gesamte ökonomische Fußabdruck auf 153,3 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung und insgesamt rund 617.000 Arbeitsplätze in den USA“, fasst vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die Effekte der bayerischen Investitionen in den USA zusammen. Die von der IW Consult GmbH erstellte Studie wurde im Rahmen eines gemeinsamen Kongresses mit dem Amerikahaus München zu den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen nach den US-Zwischenwahlen vorgestellt.
Erstmals hat die Studie zusätzlich die Bedeutung des bilateralen Handels für die US-Wirtschaft untersucht. Der Handel zwischen Bayern und den USA erreichte 2025 ein Volumen von insgesamt 49,0 Milliarden Euro. Davon entfielen 33,1 Milliarden Euro auf bayerische Exporte in die Vereinigten Staaten und 15,9 Milliarden Euro auf US-amerikanische Exporte nach Bayern. Bayern als Absatzmarkt für US-Exporte sorgte allein 2025 für eine Bruttowertschöpfung von 18,3 Milliarden Euro in den USA und sicherte fast 80.000 Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten. Die USA profitieren aber auch von Importen aus dem Freistaat. Die Vereinigten Staaten beziehen vor allem spezialisierte Industrie- und Investitionsgüter aus dem Freistaat, wie beispielsweise Kraftfahrzeuge oder Maschinen. Die aus Bayern importierten Investitionsgüter und Vorleistungen sind die Basis für weitere Wertschöpfung der US-amerikanischen Wirtschaft. Insgesamt steckten 2025 in der US-Wirtschaft 30,7 Milliarden Euro bayerische Wertschöpfung.
Bayerische Unternehmen hielten in den USA 2024 Direktinvestitionsbestände von 98,4 Milliarden Euro. „Damit bleiben die USA zwar wichtigstes Einzelziel für bayerische Investitionen, sie sind aber erstmals hinter die Europäische Union als Investitionsziel zurückgefallen. Im zeitlichen Vergleich wird deutlich: Während die Investitionen in der EU seit 2021 stark zunahmen, stagnierten die Investitionsbestände in den USA“, führt Brossardt aus und ergänzt: „Die zweite Präsidentschaft Donald Trumps hat bisher die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen auf eine harte Probe gestellt. Die erratische Zoll- und Handelspolitik verunsichert unsere Unternehmen, belastet den Handel und bremst Investitionen aus. Die Studie bestätigt eindrucksvoll die positiven Effekte wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Handel und grenzüberschreitende Investitionen sind im beiderseitigen Interesse. Dafür brauchen die Unternehmen aber eine offene, faire und verlässliche Handels- und Wirtschaftspolitik der USA. Die US-Administration muss einsehen, dass eine Stärkung der europäisch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen im Interesse beider Seiten des Atlantiks ist.“
Die Studie „Bayerns wirtschaftlicher Impact in den USA“ finden Sie hier .