Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 30. Dezember 2020

Pressemitteilung

Pressemitteilung zur Konjunkturprognose Bayern 2021 / vbw rechnet mit einem BIP-Wachstum von 3,0 Prozent in 2021

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 Robert Seidl
Robert Seidl
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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„Die Corona-Krise hat zu einer tiefen Rezession in der bayerischen Wirtschaft geführt. Der Teil-Lockdown im November sowie die verschärften Einschränkungen über die Weihnachtszeit bremsten die Konjunktur zusätzlich. Die Wirtschaft startet somit geschwächt in das neue Jahr. Nach einem Rückgang von 6,5 Prozent im Jahr 2020 prognostiziert die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. für 2021 ein Wachstum des bayerischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um drei Prozent. Damit wird das Vorkrisenniveau zum Jahresende 2021 noch nicht wieder erreicht“, erklärt vbw Präsident Wolfram Hatz und ergänzt: „Die Prognose steht unter der Prämisse, dass ab dem Frühjahr 2021 keine nennenswerten coronabedingten Einschränkungen der Wirtschaft mehr nötig sind.“

Die Gründe für die Konjunkturprognose sind laut Hatz vielschichtig. „Angesichts der hohen Unsicherheit wird die Investitionsneigung weltweit gedämpft bleiben. Davon wird Bayern als exportstarke Volkswirtschaft mit einem Schwerpunkt in der Investitionsgüterindustrie spürbar betroffen sein. Zudem gibt es weitere Belastungen, die die konjunkturelle Dynamik begrenzen. Ich denke an die Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich, deren Entwicklung kaum absehbar ist. Der Welthandel wird weiterhin durch Handelskonflikte und protektionistische Tendenzen in vielen Ländern belastet. Zudem steht unsere Wirtschaft durch die Transformationsprozesse in der Automobil- und Zulieferindustrie, durch höchst ambitionierte EU-Klimazielen sowie durch Investitionen in die Digitalisierung vor enormen Herausforderungen, die finanziert werden müssen.“

Gerade mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung der verschiedenen Branchen fordert Hatz, realistisch zu sein: „Die Lage im Handel ist eine andere als in der Pharmabranche oder in der verarbeitenden Industrie. So erwartet beispielsweise nur jedes zweite Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie, dass es Ende 2021 wieder das Vorkrisenniveau erreicht haben wird. Ende 2021 wird immer noch eine Lücke von 20 Prozent zum Niveau von 2018 bestehen. Wir rechnen erst ab dem Frühjahr angesichts des dann wärmeren Wetters und der zu erhoffenden Erfolge der Impfungen mit einer nachhaltigen Abschwächung der Pandemie. Dann ist auch ein stärkerer konjunktureller Erholungseffekt für die meisten Branchen zu erwarten.“