Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 22. November 2021

Pressemitteilung

26. UN-Klimakonferenz: vbw bewertet Gesamtergebnis als durchwachsen / Brossardt: „Standard für internationalen Marktmechanismus ist wichtiger Erfolg“

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Alexander Perschel
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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Für die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. konnten auf der 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow (COP 26) Teilerfolge erzielt werden. „Der beschlossene Standard für den neuen internationalen Marktmechanismus ist ein wichtiger Schritt. Damit können Staaten Emissionsminderungen, die in einem anderen Land realisiert werden, im eigenen Klimaziel berücksichtigen. Auch Unternehmen können die gehandelten Zertifikate erwerben und nutzen, um schwer oder gar nicht vermeidbare Emissionen auszugleichen“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt auf einem vbw Online-Kongress zur Klimapolitik nach Glasgow.

Die vorgelegten Klimaziele der einzelnen Staaten reichen allerdings nicht aus, um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen. Auch das Ambitionslevel der nationalen Klimabeiträge variiert stark. „Von einem globalen Level-Playing-Field sind wir noch weit entfernt. Der internationale Klimaschutz befindet sich in einer Schieflage. Effektiver Klimaschutz wird nur erreicht, wenn alle Staaten Paris-konforme Klimaziele verfolgen und diese auch umsetzen. Wir begrüßen jedoch die angekündigte Kooperation zwischen den USA und China beim Klimaschutz. Beide Akteure müssen jetzt Ernst machen. China muss sein 2030-Ziel nachschärfen und die USA müssen die Umsetzung der Klimaziele sichern“, mahnte Brossardt.

Die EU hatte mit ihrem neuen 2030-Klimaziel und dem Fit-for-55-Paket einen ehrgeizigen Klimabeitrag eingebracht. „Jetzt müssen die Wirtschaftlichkeit und Bezahlbarkeit der Maßnahmen, aber auch die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie im Blick behalten werden. Um Wettbewerbsverzerrungen auszugleichen, muss die EU auf internationale Kooperation setzen“, forderte Brossardt und ergänzte: „Den geplanten CO2-Grenzausgleichsmechanismus lehnen wir ab. Er birgt handelspolitische Risiken und stellt keine Alternative zu den erprobten Instrumenten für den Carbon-Leakage-Schutz dar. Langfristiges Ziel muss ein einheitlicher globaler CO2-Preis sein. Die Gründung eines internationalen Klimaclubs könnte hierfür die Grundlage schaffen.“