Die bayerische Wirtschaft
zum Dashboard Konjunktur

Bitte geben Sie Ihre Login-Daten ein

Passwort vergessen

Sie haben keine Login-Daten?

Login-Daten beantragen
Zur Übersicht

Letzte Aktualisierung: 23. Februar 2026

Pressemitteilung

Aus- und Einfuhren steigen 2025 leicht an, Exporte in die USA und nach China brechen ein / Brossardt: „Mehr innereuropäischer Handel sowie Abschluss neuer Freihandelsabkomme als Antwort“

Die bayerische Wirtschaft exportierte 2025 Waren im Wert von rund 226,9 Milliarden Euro ins Ausland, das waren 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Importe stiegen im vergangenen Jahr ebenfalls, und zwar um 0,9 Prozent auf 229,3 Milliarden Euro. Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen sieht die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. verhalten positiv. Gleichzeitig hat sich das Außenhandelsdefizit des Freistaats von 2,477 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 2,346 Milliarden Euro im vergangenen Jahr nur minimal reduziert. „Die Zahlen geben uns wieder etwas Hoffnung, dass der wirtschaftliche Umschwung dieses Jahr gelingen kann. Wir sind aber noch nicht über den Berg: Vor allem mit Blick auf die Weltwirtschaft stehen wir vor großen Herausforderungen. Die Handelspolitik unseres größten Exportmarkts, den USA, bleibt aber auch 2026 unberechenbar. Die für Bayern so zentrale Exportwirtschaft braucht daher dringend neue Ausgleichsmärkte: Die jüngsten Einigungen der EU auf Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten und Indien können daher nur der Anfang sein. Zudem gilt es, die Standortbedingungen im Inland wieder zu verbessern“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die geopolitischen Spannungen wirken sich negativ auf die Exportmärkte aus. „Der Handelskonflikt mit den USA hinterlässt deutliche wirtschaftliche Spuren: Die Ausfuhren des Freistaats in die Vereinigten Staaten gingen 2025 um knapp zehn Prozent zurück, der Gesamtexportanteil sank auf 11,5 Prozent“, so Brossardt. Aber auch das China-Geschäft war 2025 erneut rückläufig. „Die bayerischen Ausfuhren nach China sanken aber ebenfalls kräftig um fast elf Prozent“, unterstreicht Brossardt und ergänzt: „Sowohl in den USA als auch in China machen Protektionismus und wettbewerbsverzerrende Maßnahmen unseren Unternehmen das Leben schwer.“ Ausgeglichen werden konnten die Exporteinbußen vor allem durch den inneuropäischen Handel. „Inzwischen findet über die Hälfte des bayerischen Außenhandels innerhalb der EU statt, mit einem Export- und Importanteil zwischen 53 und 54 Prozent. Die Ausfuhren stiegen 2025 um knapp fünf Prozent, vor allem die Exporte nach Spanien, Polen, Tschechien und in die Niederlande legten deutlich zu. Wichtigste Absatzmärkte in Europa bleiben Österreich, Frankreich und Italien. Im Binnenmarkt steckt also noch viel Potenzial. Wir müssen dessen Vertiefung daher umso schneller vorantreiben“, resümiert Brossardt.

Bei den wichtigsten Exportgütern bleibt die Lage schwierig. „Pkw, Lkw und Kfz-Teile waren auch 2025 wieder die wichtigsten Exportgüter. Sie stehen für rund 23 Prozent aller Exporte. Alle drei Bereiche verzeichneten 2025 bedauerlicherweise einen Rückgang um drei bis zehn Prozent. Bei Maschinen, die immerhin für 17,4 Prozent des Ausfuhrvolumens des Freistaats stehen, sehen wir ebenfalls einen Rückgang um rund drei Prozent. Kräftige Zuwächse gab es vor allem bei den Luftfahrzeugen und -teilen mit +41 Prozent. Impulse dürften hier vor allem aus dem militärischen Bereich kommen“, erklärt Brossardt und ergänzt: „Mit Blick auf die schwierige Lage der Weltwirtschaft müssen wir noch entschiedener an der Verbesserung der inländischen Standortbedingungen arbeiten. Nur so stärken wir unserer bayerischen Exportwirtschaft den Rücken in diesen turbulenten Zeiten.

Seite drucken