Die bayerische Wirtschaft

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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

Pressemitteilung zum bayerischen Außenhandel / Brossardt: „Krisenjahr für die bayerischen Exporte“

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 Robert Seidl
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Anlässlich der heute veröffentlichten Außenhandelszahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik weist die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf die schlechten bayerischen Export-Zahlen hin. „Die bayerischen Unternehmen betrachten die ersten neun Monate mit einem Exportrückgang von knapp 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit großer Sorge. Die wirtschaftliche Krise ist noch lange nicht vorbei. Im Bereich der Personenkraftwagen und Wohnmobile wurde knapp 32 Prozent und im Bereich der Fahrgestelle, Karosserien und Motoren 24,5 Prozent weniger exportiert. In die USA, dem größten Exportmarkt bayerischer Unternehmen, gingen die Exporte um 23,7 Prozent zurück. Der Brexit und die konjunkturellen Schwächen verringern unsere Ausfuhren nach Großbritannien. Das Minus beträgt fast 23 Prozent. Immerhin zeichnet sich für den chinesischen Markt eine leichte Erholung ab. Zwar sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres die Exporte um 9,7 Prozent zurückgegangen. Aber für den September haben wir im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Export-Plus von 0,6 Prozent zu verbuchen“, so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die bayerische Automobilbranche ist besonders hart getroffen. „Die zaghafte Erholung der Exporte ist zum Stillstand gekommen. Das Export-Minus ist mit 10,8 Prozent im KfZ-Bereich Fahrgestelle, Karosserien und Motoren im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2019 wieder sehr deutlich. Auch sind die Ausfuhren im Bereich der Personenkraftwagen und Wohnmobile mit einem Minus von 17,1 Prozent im Vergleich zum September 2019 wieder deutlich stärker rückläufig als im August. Der Rückgang der Exporte im Maschinenbau hält unvermindert mit 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat an“, so Brossardt und fordert: „Für die kommenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie müssen alle Beteiligten realistisch sein: Es gibt keinen Verteilungsspielraum. Vielmehr brauchen zukunftsfähige Unternehmen Luft für Investitionen, flexible Lösungen für alle Betriebe und geringere Arbeitskosten.“