Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 17. Februar 2021

Pressemitteilung

Pressemitteilung zum bayerischen Außenhandel / Exporte sinken drittes Jahr in Folge

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 Tobias Rademacher
Tobias Rademacher
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. bewertet die heute veröffentlichten bayerischen Exportzahlen für das Jahr 2020 wie folgt: „Der Exportrückgang beträgt 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist das dritte Jahr in Folge, in dem die Exporte des Freistaats sinken. Damit setzt sich der beunruhigende Trend weiter fort, der nicht nur auf die Rezession und die Corona-Pandemie zurückzuführen ist, sondern auch auf unser im internationalen Vergleich hohes Kostenniveau. Wir brauchen eine Kostenpause und müssen die Unternehmen entlasten. Ansonsten verlieren wir weiter Marktanteile an unsere Konkurrenten. Hier ist auch der Tarifpartner gefragt, das langfristige Kostenniveau auf ein international wettbewerbsfähiges Maß zurückzuführen. Verdanken wir doch insbesondere dem starken Außenhandelsgeschäft bayerischer Unternehmen unseren Wohlstand.“ So sanken die Ausfuhren im Maschinenbau um 13,1 Prozent und im Automobilbereich um 24,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt weiter: „Erschreckend ist der Exportrückgang in die USA, unseren wichtigsten bayerischen Exportmarkt, mit 19,3 Prozent. Die Ausfuhren in unseren zweitgrößten Auslandsmarkt China sind im Jahresdurchschnitt um 6,4 Prozent gesunken. In den letzten Monaten lagen sie aber wieder im Plus, wodurch ein noch größerer Exporteinbruch in Bayern verhindert wurde. In die Eurozone, in die gut 35 Prozent der bayerischen Ausfuhren gehen, wurde 11,4 Prozent weniger exportiert. Die Exporte nach Großbritannien lagen – auch Brexit-bedingt – mit minus 18 Prozent fast ein Fünftel niedriger. All dies ist dramatisch. Ein Rückgang bedeutet automatisch weniger Wohlstand und damit schlussendlich auch weniger Beschäftigung. Das gilt es unter allen Umständen zu vermeiden. Wir müssen handeln: auf politischer Ebene genauso wie auf tariflicher.“