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Letzte Aktualisierung: 17. März 2026

Pressemitteilung

vbw setzt auf intensiven wirtschaftlichen Austausch im EU-Binnenmarkt / Brossardt: „Starke europäische Wirtschaft in der Breite garantiert erfolgreiche EU“

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. betont anlässlich des „WirtschaftsTalks“ in Mittelfranken mit Manfred Weber, Mitglied des Europäischen Parlaments, sowie Vorsitzender der EVP-Fraktion und der Europäischen Volkspartei, die Bedeutung Europas für die bayerische und mittelfränkische Wirtschaft. „Wir sind und bleiben überzeugte Europäer. Der EU-Binnenmarkt bringt deutlich mehr Vorteile als Nachteile“, betont vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt und ergänzt: „Der Wert einer starken und geschlossenen EU wird uns in diesen Zeiten immer mehr bewusst. Die geopolitischen Herausforderungen sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine birgt weiterhin hohe Risiken für Europa. Auch die Militäroperationen der USA in Venezuela und im Iran zeigen: Die internationale Politik wird derzeit nicht berechenbarer. Die USA unter der Trump-Administration sind kein verlässlicher Partner mehr, was das Hin und Her hinsichtlich der Zölle immer wieder unterstreicht. Umso wichtiger ist, dass die EU sich nicht erpressen lassen darf und entschlossen reagieren muss. Die europäische Einheit ist dabei ein Garant für Stabilität und Frieden. Wir brauchen mehr Stärke und mehr Unabhängigkeit, vor allem militärisch, um in einer unfreundlicheren Welt bestehen zu können. Im Spiel der Weltmächte werden wir nur dann weiter eine Rolle spielen können, wenn wir wirtschaftlich stark sind.“

Die vbw setzt auf eine deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. „Wichtig ist jetzt, die Wirtschaft schnell zu entlasten. Die Unternehmen kämpfen mit hohen Abgaben und einer überbordenden Bürokratie. Wir begrüßen daher den von der EU eingeschlagenen Weg zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit ausdrücklich. Dieser muss entschieden weiterverfolgt werden. Gleichzeitig müssen wir bestehende Barrieren im europäischen Binnenmarkt abschaffen. Hier steckt enormes wirtschaftliches Potenzial. Und letztendlich brauchen wir mehr Freihandelsabkommen. Wir begrüßen ausdrücklich die Vereinbarung mit Indien und unterstützen die Entscheidung der EU-Kommission, das Mercosur-Abkommen vorläufig anzuwenden. Ebenfalls setzen wir darauf, dass die Verhandlungen mit Australien bald zu einem erfolgreichen Abschluss kommen werden“, erklärt Brossardt und ergänzt: „Gleichzeitig müssen wir aufpassen, dass wir nicht wieder zusätzliche Bürokratie aufbauen. Die neue Quality Jobs Roadmap der Kommission beispielsweise geht in die falsche Richtung. Das ist ein Fahrplan mit starken Zusatzbelastungen für Unternehmen und führt in Zeiten der Überregulierung zurück. Ähnliches droht beim EU-Industrial Accelerator Act (IAA) und den daraus folgenden Local-Content-Regeln. Das muss unterbleiben.“

Weber hat mit seiner EVP-Fraktion seit der letzten Europawahl die Themen „Wohlstand und Sicherheit“ auf die Agenda der europäischen Politik gesetzt. Mit dem Stopp des Lieferkettengesetzes, der Nachhaltigkeitsberichterstattung und der Verschiebung der sogenannten Entwaldungsverordnung sind erste wichtige Schritte erfolgt. „Wenn Donald Trump mit seinem Zoll-Harakiri die Partner weltweit verunsichert und verärgert, muss gerade die EU als verlässlicher Handelspartner auftreten und sich neue Märkte erschließen“, sagte Weber und plädierte für den Abschluss weiterer Handelsabkommen, etwa mit Malaysia oder Australien, und unterstützte auch die Ratifizierung des Mercosur-Abkommens.

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