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Letzte Aktualisierung: 06. November 2026

Pressemitteilung

Transformation gelingt nur mit verlässlichen Rahmenbedingungen / Brossardt: „Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit müssen zusammengehen“

Zum Beginn der 31. Weltklimakonferenz in Antalya (COP 31) fordert die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Dekarbonisierung und Wettbewerbsfähigkeit stärker in Einklang zu bringen. Bei der Konferenz, die unter dem Leitbild „COP of the Future“ stattfindet, soll vor allem die Umsetzung bestehender Klimazusagen vorangetrieben werden. „Für eine erfolgreiche Transformation zur Klimaneutralität in der aktuell vorherrschenden angespannten Wirtschaftslage brauchen unsere Unternehmen verlässliche Standortbedingungen. Ziel der diesjährigen Weltklimakonferenz muss es sein, bereits vereinbarte Ziele endlich in konkrete Maßnahmen zu überführen anstatt weiterer langwieriger Verhandlungen“, erläutert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Im Mittelpunkt der Konferenz stehen Elektrifizierung, grüne Industrialisierung, wirksame Kompensationsmöglichkeiten sowie klimaresiliente Städte und Gebäude. „Für den Industriestandort Bayern sind vor diesem Hintergrund zwei Voraussetzungen besonders entscheidend: einerseits ein effizientes, widerstandsfähiges und intelligentes Stromnetz, das dem steigenden Strombedarf gerecht wird, sowie andererseits international wettbewerbsfähige Energiepreise für die gesamte Wirtschaft. Dazu gehört auch die enge Verzahnung von Infrastrukturen bei Strom, Gas, Wasserstoff und perspektivisch auch CO₂. Auch sollten alle Möglichkeiten zur flexiblen Nutzung von Energie ausgeschöpft werden, um Verbrauch und Erzeugung besser aufeinander abzustimmen. Das entlastet das Netz und reduziert Kosten. Nur wenn diese Bedingungen stimmen, können Unternehmen die notwendigen Investitionen in klimafreundliche Technologien umsetzen“, so Brossardt.

Eine besondere Rolle spielen internationale Gutschriften im Rahmen des Pariser Klimaabkommens. Also Emissionsminderungen, die durch internationale Projekte in einem Land erzielt werden, aber einem anderen, am Projekt beteiligten Land, angerechnet werden können. Sie sollen die Zusammenarbeit beim Klimaschutz stärken. Für Unternehmen stellt sich die Frage, wie sie solche Gutschriften künftig nutzen können und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind. „Auch die EU-Klimapolitik befindet sich im Wandel: Das EU-Klimaziel für 2040 und die Weiterentwicklung des europäischen Emissionshandels stellen wichtige Weichen für die Zeit nach 2030. Wirksamer Klimaschutz kann nur mit einer starken und wettbewerbsfähigen Wirtschaft gelingen. Hohe Energiepreise, steigende CO₂-Kosten und umfangreiche Berichtspflichten belasten dagegen den Wirtschaftsstandort Europa, Deutschland und Bayern. Maßnahmen zur Entbürokratisierung und zur Senkung der Energiepreise sind daher weiterhin unerlässlich, um Investitionen in Klimaschutz und Transformation zu ermöglichen“, sagt Brossardt.

Im Februar 2027 wird die vbw im Rahmen der Veranstaltung "Deutschland hat Zukunft: Klimapolitik nach Antalya" die Ergebnisse der Klimakonferenz von Antalya und ihre Konsequenzen vertieft diskutieren. Hier finden Sie weitere Information zu der Veranstaltung.

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