Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. sieht erhebliche Potenziale in der Robotik für den Freistaat. „Bayerische Innovationen in der Robotik können maßgeblich dazu beitragen, unseren Produktionsstandort zu stärken, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Gerade die Verschmelzung von KI und Robotik eröffnet uns viele neue Chancen. Davon kann vor allem die Industrie profitieren, sowohl als Anwender als auch als Entwickler und Hersteller. Deutschland und Bayern sind im internationalen Wettbewerb nicht abgehängt, wir verfügen über eine starke industrielle Basis. So hat beispielsweise die Bayerische Staatsregierung die Zeichen der Zeit früh erkannt und investiert mit der Hightech Agenda Bayern rund 5,5 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien. Diesen Vorteil müssen wir nutzen, um die Entwicklung und den Einsatz moderner Robotik weiter voranzubringen“, erläuterte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt im Rahmen des vbw Kongresses „Industrieroboter, Cobots, Humanoide – Robotik in der Produktion“.
Positiv hervorzuheben ist, dass auch der Bund mit der Hightech Agenda Deutschland nachgelegt hat und bis Ende dieses Jahres auch die Veröffentlichung einer Roadmap Robotik plant. „Die Ausgangslage ist gut. Wir haben jetzt die große Chance, die Evolution der Roboter mitzugestalten. Dazu aber muss die Politik den technologischen Fortschritt weiter befeuern und neue Strategien zügig und mutig in die Umsetzung bringen. Grundsätzlich gilt: Wenn wir eine neue Wachstumsdynamik auslösen wollen, können wir uns mit Blick auf Forschung und Innovationen keinerlei Abstriche leisten. Das gilt in der Spitzenforschung ebenso wie in der breiten Anwendung“, so Brossardt.
Für die vbw ist klar: Investitionen in marktorientierte Forschung und bessere Rahmenbedingungen für Innovation, also vor allem ein Abbau unserer heutigen Wettbewerbsnachteile etwa bei den Produktionskosten, bilden das Fundament für das Wachstum von morgen. „Wir dürfen nicht nur Robotik-Entwickler und Anwender sein. Wir müssen auch Hersteller sein und die Wertschöpfungskette von morgen prägen: Entwickeln, herstellen und anwenden. Diese Dreifachrolle ist entscheidend, wenn wir die Chancen der Robotik für den Wirtschaftsstandort nutzen wollen“, fordert Brossardt abschließend.