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Letzte Aktualisierung: 07. Mai 2026

Pressemitteilung

Bayern profitiert von einem wirtschaftlich starken und geeinten Europa / Brossardt: „Verteidigungsunion vollenden, europäische Wirtschafts- und Bürokratiewende durchsetzen“

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. unterstreicht anlässlich des Europatages am 09. Mai die Bedeutung einer geeinten und geschlossen agierenden EU für Bayern. „In einer immer chaotischeren Weltlage mit zunehmend autoritären Tendenzen, massiver Verunsicherung in der Weltwirtschaft und sich stark häufenden geopolitischen Krisen ist die EU ein wahrer Stabilitätsanker für Deutschland und Bayern. Europa steht verlässlich für Demokratie und die Freiheit des Einzelnen. Europa sichert uns allen ein Leben in Wohlstand und sozialer Sicherheit. Europa ist unsere Zukunft. Als bayerische Wirtschaft bekennen wir uns ausdrücklich zum europäischen Einigungsprozess und dessen beispielloser Erfolgsgeschichte. Gerade in diesen schwierigen Zeiten gilt es, das europäische Projekt und dessen zugrunde liegende Werte mehr denn je zu verteidigen“, betont vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die vbw sieht Europa vor enormen Herausforderungen stehen. „Populisten und Radikale von innen, autokratische Regierungen und aggressive Machtpolitik von außen – die Feinde Europas versuchen unseren Kontinent zu spalten. Die Antwort darauf kann nur mehr Europa lauten. Dafür muss sich die EU wieder auf die großen Fragen unserer Zeit fokussieren. Neben der Vollendung der europäischen Zeitenwende durch eine starke Verteidigungsunion ist das die Wiederherstellung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Das verlangt aber eine entschiedene und insbesondere zügige Wirtschafts- und Bürokratiewende in Brüssel. Nur ein wirtschaftlich erfolgreiches Europa kann auch zukünftig unseren Wohlstand sowie auch unsere Sicherheit garantieren. Uns stimmt daher positiv, dass die EU-Kommission die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ins Zentrum ihrer Arbeit gestellt und dabei erste Schritte unternommen hat. Den Ankündigungen müssen aber mehr Taten folgen“, erklärt Brossardt.

Vor allem mit Blick auf die Verwerfungen im Handel mit unseren wichtigsten außereuropäischen Absatzmärkten, den USA und der Volksrepublik China, nimmt Europa wirtschaftlich eine immer wichtigere Rolle für die bayerische Industrie ein. „Über die Hälfte der bayerischen Ausfuhren geht in die EU. Bayern exportierte 2025 Waren im Wert von fast 122 Milliarden Euro in die 26 übrigen EU-Staaten. Damit ist die EU als Exportmarkt deutlich wichtiger als China und die USA zusammen. Knapp 30 Prozent des gesamten bayerischen Industrieumsatzes entfallen auf den Export von Produkten in die 26 übrigen EU-Staaten. Übertragen auf die Beschäftigung bedeutet dies, dass bis zu 400.000 der rund 1,3 Millionen Industriearbeitsplätze im Freistaat von der EU-Auslandsnachfrage abhängen“, so Brossardt abschließend.

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