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Letzte Aktualisierung: 25. Juni 2026

Pressemitteilung

Bayerns Wirtschaft im Griff geopolitischer Krisen / Sterling: „Resilienz in der Wirtschaft wichtiger denn je – wir befinden uns an einem Kipppunkt“

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. verweist im Rahmen des 20. Aschaffenburger Schlossgesprächs auf die schwierige Lage der bayerischen Wirtschaft. „Wir befinden uns an einem wirtschaftspolitischen Kipppunkt. Neben konjunkturellen Herausforderungen sind insbesondere strukturelle Standortprobleme eine große Belastung für die Unternehmen. Die Ursachen für die Schwäche liegen auf dem Tisch: hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie und hohe Arbeitskosten. Zudem hat sich die geopolitische Lage fundamental verändert. Positiv ist, dass die USA und der Iran in Verhandlungen zur Lösung des Konflikts eingetreten sind. Ob diese erfolgreich sind und wie schnell sich die Märkte erholen, ist unklar. Klar ist: Wir müssen als Wirtschaftsstandort wieder an Stärke zurückgewinnen. Wir müssen kraftvoller, fitter und vor allem schneller werden. Die angekündigten und dringend notwendigen Reformen der schwarz-roten Koalition müssen noch in diesem Sommer umgesetzt werden. Andernfalls wäre dies ein dramatisches Signal für unseren Standort“, sagte Ines Sterling, Vorstandsvorsitzende der vbw Bezirksgruppe Unterfranken. Gastrednerin des Abends war die ehemalige deutsche Bahnradsportlerin und zweifache Olympiasiegerin Kristina Vogel, die zum Thema „Resilienz: Vom Erfolg, Absturz und Aufstieg“ sprach.

Aus Sicht der vbw braucht es auch Resilienz in der Wirtschaft, um Verwundbarkeiten auszugleichen. In einer im Jahr 2024 durchgeführten Studie hat die vbw die Widerstandsfähigkeit der deutschen und bayerischen Wirtschaft untersucht. Sterling sagte dazu: „Die Corona-Pandemie hat teilweise zu einer Überprüfung der Wertschöpfungsketten und zu einer Reduzierung der Importabhängigkeit durch eine stärkere Diversifizierung geführt. Dieser Trend muss sich fortsetzen und unsere Wirtschaft muss im Allgemeinen resilienter werden.“ Darüber hinaus ginge es auch um die Widerstandsfähigkeit von Unternehmerinnen und Unternehmern selbst. „Sie müssen Rückschlägen widerstehen können und mit unterschiedlichen Situationen bestmöglich umgehen“, so Sterling weiter.

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