Die bayerische Wirtschaft

Bitte geben Sie Ihre Login-Daten ein

Passwort vergessen?

Sie sind noch nicht registriert?

Jetzt registrieren
Zur Übersicht

Letzte Aktualisierung: 01. Dezember 2020

Pressemitteilung

Pressemitteilung zum Arbeitsmarkt im November / vbw sieht weiterhin schwierige Lage: Zahlen spiegeln Realität nicht wider

Kontakt
 Andreas Ebersperger
Andreas Ebersperger
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
+49 (0)89-551 78-373 +49 (0)172-855 70 25

„Die Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent und ein Rückgang der Zahl der Arbeitslosen in Bayern um rund 7.300 Personen sind angesichts der Corona-Pandemie noch erfreulich. Die Zahlen spiegeln die reale Lage aber nicht wider. Der Teil-Lockdown ist nur partiell eingepreist. Die Zahl der offenen Stellen liegt rund 19 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit werden wieder steigen.“ So fasst Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die Zahlen vom bayerischen Arbeitsmarkt im November zusammen.

„Perspektivisch erwartet die vbw höhere Arbeitslosenzahlen als zuletzt, unter anderem durch die notwendigen fortgesetzten Einschränkungen des teilweisen Lockdowns: Nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) wird die Arbeitslosigkeit 2020 bayernweit im Jahresschnitt bei 3,7 Prozent liegen, für 2021 gehen wir im mittleren Szenario von 3,8 Prozent aus. Das ist höher als der Schnitt in den letzten Jahren“, sagte Brossardt weiter.

Die vbw begrüßt die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie die Unterstützungsleistungen des Staates für die Unternehmen. Brossardt: „Das hilft. Vor allem die Verlängerung der Kurzarbeit-Sonderregelung bis Ende 2021 bringt den Unternehmen Planungssicherheit und Liquidität. Die angekündigten Hilfen verschaffen vor allem der Gastronomie und dem Hotelgewerbe die notwendige Zeit, den Teil-Lockdown zu überstehen. Die Hilfen müssen nun aber rasch fließen.“

Die vbw fordert, angesichts der angespannten Lage auf alles zu verzichten, was die Unternehmen belastet. „Dazu gehört, jegliche Steuererhöhungen zu unterlassen. Es darf auch keine weiteren bürokratischen Hemmnisse geben. Bei der Diskussion um Home Office muss mit Bedacht vorgegangen werden. Die betrieblichen Notwendigkeiten müssen umfassend Berücksichtigung finden“, so Brossardt.