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Letzte Aktualisierung: 28. November 2025

Pressemitteilung

Arbeitsmarkt weiterhin ohne Aufhellung: Vor allem Industriearbeitsplätze betroffen / Brossardt: „Zahlen sind Warnsignal – Strukturprobleme müssen gelöst werden“

Der erstarrte Arbeitsmarkt ohne Dynamik und ohne baldige Aussicht auf Besserung ist laut vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ein klares Zeichen für die wirtschaftliche Stagnation in Bayern. „Die sich unveränderte Arbeitslosenquote ist ein deutliches Warnsignal dafür, dass die bayerische Wirtschaft weiterhin mit enormen Strukturproblemen zu kämpfen hat. Zwar ist der konjunkturelle Tiefpunkt überwunden, es gibt aber auch immer wieder Rückschläge. So ist der ifo-Geschäftsklimaindex wieder gesunken, die Wirtschaft zweifelt an einer baldigen Erholung. Dem angezeigten Reformwillen der Bundesregierung müssen nun so schnell wie möglich konkrete Maßnahmen folgen. Der gestrige Koalitionsausschuss zeigt hier in die richtige Richtung“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich der Vorstellung der Arbeitsmarktzahlen der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit für November.

Die Arbeitslosenquote im Freistaat liegt im November unverändert bei 3,9 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr immer noch um 0,2 Prozentpunkte höher. „Bei den gemeldeten offenen Stellen ist ein weiterer Rückgang zu verzeichnen, da die Unternehmen aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation weniger Stellen ausschreiben. Schon seit langem gehen die offenen Stellen zurück. Sorge bereitet uns, dass die Zahl der Anzeigen zur Kurzarbeit und die Arbeitslosigkeit gering Qualifizierter seit Monaten deutlich steigt. Die Zeichen sind eindeutig, die Probleme bekannt, es muss jetzt gehandelt werden“, fasst Brossardt die Lage zusammen.

Laut vbw liegt der Schlüssel für einen wirtschaftlichen Aufschwung in der Lösung der strukturellen Standortprobleme. „Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands steht durch die geopolitischen Herausforderungen schon genug unter Druck. Wir verlieren vor allem in der Industrie - dem Motor unserer gesamten Wirtschaft - Monat für Monat Arbeitsplätze. Um die Standortbedingungen zu verbessern, müssen die hohen Energie- und Arbeitskosten gesenkt, die Steuer- und Abgabenlast verringert und das Problem der überbordenden Bürokratie angegangen werden“, sagt Brossardt und ergänzt: „Die Einigung auf einen Industriestrompreis war bereits ein richtiges und wichtiges Signal. Nun muss die Stromsteuer für alle Betriebe sinken. Auch die Modernisierungsagenda ist ein guter Anfang. Allerdings müssen neue bürokratische Irrwege wie ein Bundestariftreuegesetz oder eine EU-Entgelttransparenzrichtlinie verhindert werden.“

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