Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 30. Juni 2022

Pressemitteilung

Derzeit gute Beschäftigungschancen trotz leicht gestiegener Arbeitslosenzahl / Brossardt: „Stopp von russischem Erdgas hätte gravierende Folgen für Arbeitsmarkt“

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 Maximilian Stoib
Maximilian Stoib
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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Entgegen des Trends der vergangenen Monate ist die Arbeitslosigkeit in Bayern im Juni auf 3,1 Prozent (Mai 2,8 Prozent) gestiegen. Trotz des leichten Anstiegs sind die Beschäftigungschancen in Bayern aus Sicht der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. derzeit gut. „Der Grund für die gestiegene Arbeitslosenzahl im Juni hängt mit der statistischen Erfassung geflüchteter Menschen aus der Ukraine bei den Jobcentern zusammen. Wir hoffen, dass sich dadurch mittelfristig höhere Integrationschancen für die Geflüchteten in den Arbeitsmarkt ergeben“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt zu den heute von der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit bekanntgegebenen Arbeitsmarkdaten. Insgesamt waren in Bayern im Juni 230.606 Personen arbeitslos gemeldet.

„Wir dürfen nicht außer Acht lassen, dass die derzeitige konjunkturelle Lage sehr angespannt ist. Für den Arbeitsmarkt wäre insbesondere ein abrupter Stopp russischer Gaslieferungen gravierend. Er würde zu Einbußen der deutschen Wirtschaftsleistung von insgesamt 12,7 Prozent führen und hätte deutliche Auswirkungen auf die Erwerbstätigen in Deutschland und Bayern. Insgesamt wären rechnerisch etwa 5,6 Millionen Arbeitsplätze von den Folgen betroffen“, erläutert Brossardt mit Blick auf die aktuelle vbw Studie „Folgen einer Lieferunterbrechung russischen Gases für die deutsche Industrie“.

„Wir sehen am bayerischen Arbeitsmarkt gerade gute Beschäftigungschancen für alle Bevölkerungsgruppen, viele Branchen haben zunehmend Schwierigkeiten, ihren Arbeits- und Fachkräftebedarf zu decken. Das ist ein strukturelles Problem. Wenn in Folge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine insbesondere die angespannte Situation bei Energiepreisen und -versorgung länger andauert, kann das negative Auswirkungen auf den bayerischen Arbeitsmarkt bedeuten“, so Brossardt.

In Zeiten großer geopolitischer und -ökonomischer Unsicherheit müssen die Unternehmen aus Sicht der vbw entlastet werden. „Wir brauchen ein Belastungsmoratorium für die Wirtschaft: Dazu gehört auch, dass wir die Sozialversicherungsbeiträge stabil halten, die Flexibilität der Unternehmen sichern und für weniger Bürokratie sorgen“, so Brossardt abschließend.

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