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Letzte Aktualisierung: 31. März 2026

Pressemitteilung

Keine Verbesserung am Arbeitsmarkt im Freistaat / Brossardt: „Unternehmen brauchen schnelle und zielstrebige Entlastungen“

Der bayerische Arbeitsmarkt bleibt erstarrt, aus Sicht der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auch als Folge der gestiegenen Konjunkturrisiken durch den Iran-Krieg, der die außenwirtschaftlichen Unsicherheiten nochmals vergrößerte. Dies dürfte sich zukünftig weiter negativ auf die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen auswirken. Dazu bleiben die Standortherausforderungen als Belastung für die Wirtschaft unverändert. Eine echte Frühjahrsbelebung ist ausgeblieben. „Eine anhaltende Arbeitslosenquote von über vier Prozent im Freistaat ist nicht zu akzeptieren. Dieser Zustand darf kein ‚NewNormal‘ werden! Die Bundesregierung muss ihre Anstrengungen intensiv auf eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik richten und notwendige Maßnahmen schnell umsetzen. Es geht um den Wirtschaftsstandort und damit auch den Wohlstand in Deutschland und im Freistaat“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich der Vorstellung der Arbeitsmarktzahlen für März durch die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit.

Die Arbeitslosenquote im Freistaat lag im März bei 4,2 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr immer noch um 0,1 Prozentpunkte höher. „Die Arbeitslosenquote hat das höchste Niveau in einem März seit über zehn Jahren. Die absolute Zahl an Arbeitslosen hat mit 330.000 sogar den höchsten Wert in einem März seit 2010 erreicht. Diese sich wiederholenden negativen Langzeitrekorde sind besorgniserregend und müssen endlich ein Weckruf für alle sein“, fasst Brossardt die Lage zusammen.

Laut vbw bleibt die Situation ernst. „Die geopolitischen Krisen verstärken die bestehenden Probleme am Wirtschaftsstandort Bayern weiter. Besonders betroffen ist das verarbeitende Gewerbe, aber auch alle anderen Branchen spüren die Auswirkungen. Unser Standort hat aber insgesamt an Wettbewerbsfähigkeit verloren und ist international nicht mehr konkurrenzfähig. Die Bundesregierung muss jetzt endlich den Schalter umlegen und das Reformtempo drastisch erhöhen. Wir müssen wieder interessant für Investitionen werden. Das wird nur gelingen, wenn sich die Rahmenbedingungen deutlich verbessern. Wir müssen ran an die hohen Energie- und Arbeitskosten. Oberste Priorität muss außerdem der Bürokratieabbau haben, gleichzeitig muss unter allen Umständen ein zusätzlicher Bürokratieaufbau verhindert werden. Das nun beschlossene Tariftreuegesetz steht dem bedauerlicherweise entgegen. Neben der Senkung der Stromsteuer für alle Branchen ist die Reform der sozialen Sicherungssysteme unerlässlich. Wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen, müssen die notwendigen Änderungen jetzt kommen“, so Brossardt abschließend.

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