Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 22. Juli 2022

Pressemitteilung

Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl war Grundstein für den wirtschaftlichen Wiederaufbau in Europa / Brossardt: „Eng verwobener Binnenmarkt ist auch künftig zentral für Bayerns Erfolg“

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 Lena Grümann
Lena Grümann
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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Am 23. Juli jährt sich das Inkrafttreten des Vertrags von Paris bereits zum 70. Mal. Mit dem Vertragswerk wurde vor 70 Jahren erstmalig der Weg der europäischen Integration beschritten und der Grundstein für die heutige EU gelegt. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. weist anlässlich des Jahrestages auf die Bedeutung der Europäischen Union vor dem Hintergrund der aktuellen Lage hin: „Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat gezeigt, wie wichtig Geschlossenheit unter den Europäern ist. Der Krieg hat zu einem sicherheitspolitischen Schulterschluss in der EU geführt. Diesen gilt es, aufrecht zu erhalten. Wir brauchen eine starke europäische und vor allem gemeinsame Stimme“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich des Jahrestages.

Der Vertrag von Paris zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) war eine Folge der erschütternden Ereignisse des 2. Weltkriegs. Er war das erste große europäische Projekt und damit ein wichtiger Vorläufer der heutigen EU. Dabei entstand der Vertrag aus der langsam reifenden europäischen Idee, dass Europa nur stark sein kann, wenn es zusammensteht. „Mutig und weitsichtig ermöglichte der Vertrag den Beginn einer vertrauensvollen Zusammenarbeit in Europa und hat damit auch den wirtschaftlichen Wiederaufbau in Europa erfolgreich in die Wege geleitet. Davon haben auch Bayern und Deutschland profitiert. Der Erfolg der bayerischen Wirtschaft wird nicht zuletzt auf europäischer Ebene gestaltet“, so Brossardt weiter.

Die vbw sieht die Zukunft Europas insgesamt in einer starken Europäischen Union mit einem eng verwobenen Binnenmarkt und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Stärke gegenüber Asien und den USA. „In einigen Feldern brauchen wir mehr Europa, zum Beispiel bei der Verteidigung, bei der Sicherheit und bei der Migration. Auch bei der globalen Handelspolitik muss Europa geschlossen auftreten. Wo die Vorstellungen allerdings auf mehr Staat und mehr Steuern hinauslaufen, dürfen wir diesen Weg nicht mitgehen. Außerdem wenden wir uns klar gegen eine Stärkung der sozialen Säule auf EU-Ebene. Sozialpolitik ist und bleibt Sache der Mitgliedsstaaten", stellt Bertram Brossardt klar.