Letzte Aktualisierung: 17. April 2026
Pressemitteilung
Ein Jahr neue Bundesregierung – Herausforderungen und Perspektiven / Sterling: „Begrüßen neuen Reformwillen der Bundesregierung“
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Im Rahmen des 54. Zukunftsforums Unterfranken blickte die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf das erste Regierungsjahr der schwarz-Roten Koalition unter Kanzler Merz zurück. „Die Bundesregierung ist zunächst gut aus den Startlöchern gekommen. Sie hat beispielswiese mit dem Investitionsbooster, dem Einstieg in die Unternehmenssteuerreform und einigen energiepolitischen Beschlüssen wichtige und richtige Akzente gesetzt“, erläuterte Ines Sterling, Vorstandsvorsitzende der vbw Bezirksgruppe Unterfranken, und ergänzte: „Die durch den Iran-Krieg deutlich gestiegenen Preise für Öl und Gas belasten die Wirtschaft derzeit allerdings enorm und drohen den dringend benötigten Aufschwung zunichtezumachen. Die außenwirtschaftliche Lage können wir nicht beeinflussen, unsere hausgemachten Standortprobleme hingegen schon. Gerade die steigenden Sozialabgaben müssen angegangen werden – sie belasten den Arbeitsmarkt und hemmen Investitionen. Grundsätzlich begrüßen wir, dass die Bundesregierung nach knapp einem Jahr im Amt endlich die angekündigten Reformen angehen will und in Teilen auch angeht. Noch handelt es sich aber entweder um kurzfristige und zeitlich begrenzte Maßnahmen, wie den Tankrabatt oder erneute Ankündigungen mit noch unbekanntem Ausgang, wie der Reform der Krankenversicherung.“
Gastredner Wolfgang Bosbach hat das politische Berlin über mehr als zwei Jahrzehnte nicht nur miterlebt, sondern maßgeblich mitgestaltet. In seinem Vortrag „Ein Jahr neue Bundesregierung – Herausforderungen und Perspektiven“ blickt Bosbach auf die aktuelle Lage in Deutschland. Nach knapp einem Jahr neuer Bundesregierung stellt er sich die Frage: Wo steht Deutschland und welche Weichen müssen in der laufenden Legislaturperiode gestellt werden? Wolfgang Bosbach führte aus: „Wohlstand entsteht nicht durch Umverteilung, sondern nur durch Fleiß und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, durch Investitionen und Innovationen. Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage des Landes sollte die Politik alles fördern, was Wachstum und Wohlstand fördert und alles unterlassen, was dies gefährdet.“
Eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und eine Stärkung unseres Standorts sind aus Sicht der vbw angesichts des außenwirtschaftlichen Umfelds umso wichtiger. „Protektionismus und internationale, handelspolitische Spannungen stellen unser exportorientiertes Wirtschaftsmodell auf die Probe und schaden unserer Industrie, gerade in Bayern. Wir haben hier viel zu verlieren“, so Sterling abschließend.