Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 11. Juni 2024

Pressemitteilung

Experte für Sicherheitspolitik zu Chancen und Risiken von KI im Militär / Sterling: „Schlüsselrolle von KI bei der Zeitenwende mitdenken“

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 Lena Grümann
Lena Grümann
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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Gastredner beim 51. Zukunftsforum Unterfranken der Bezirksgruppe Unterfranken der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. war PD Dr. Frank Sauer. Der Politikwissenschaftler und Experte für Sicherheitspolitik zeigte in seinem Vortrag „Künstliche Intelligenz im Militär: Implikationen und Handlungsbedarf“ die Chancen und Risiken dieser Entwicklung am Beispiel der sogenannten Autonomie in Waffensystemen auf. Zudem erläuterte er den politischen Handlungsbedarf bei der Nutzung dieser Technologie.

Ines Sterling, vbw Vorstandsvorsitzende der Bezirksgruppe Unterfranken, sprach in ihrer Begrüßung über die große Relevanz von KI für die Wirtschaft und Gesellschaft im Allgemeinen und die Verteidigung im Speziellen. „Als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts kann KI einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen“, betonte sie und verwies zum Beispiel auf neuartige Medikamente im Gesundheitsbereich sowie Technologien zur Bewältigung des Klimawandels. Gleichzeitig aber unterstrich sie die Notwendigkeit, die potenziellen Risiken von KI zu minimieren, um ihre Chancen so gewinnbringend wie möglich zu nutzen.

Laut einer sektorübergreifenden vbw Studie setzen von den größeren bayerischen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern bereits 43 Prozent auf KI. Zudem gibt es im Freistaat mehr als 500 Weltklassepatente in diesem Bereich.

Sterling verwies darauf, dass das Thema KI auch im Verteidigungsbereich große Relevanz gewonnen hat: „Nicht umsonst ist der Cyberraum neben Land, See und Luft zur vierten Dimension der Verteidigung aufgestiegen." Die bayerischen Unternehmen sind auch in diesem Sektor führend. Sterling weiter: „Der Freistaat ist mit rund 45.000 Beschäftigten und weiteren 90.000 Mitarbeitern in der Wertschöpfungskette das bundesdeutsche Zentrum der Verteidigungsbranche. Die technologische Kompetenz unserer Unternehmen zeigt sich vom dynamischen Start-up bis zum etablierten Systemhaus.“

Sterling machte gleichzeitig deutlich, dass das Thema KI bei der Zeitenwende aufgrund fehlender Finanzmittel nicht vernachlässigt werden darf: „Wenn man bedenkt, welche Leistungssprünge wir auf diesem Technologiefeld gerade sehen, dann dürfen unsere Soldatinnen und Soldaten hier nicht den Anschluss verlieren. Es geht jetzt um ganz entscheidende Weichenstellungen.“

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