Letzte Aktualisierung: 09. Februar 2026
Pressemitteilung
Positive Entwicklung – Aufwärtstrend setzt sich fort / Brossardt: „Mehrwertsteuersenkung schafft dringend benötigte Planbarkeit“
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Anlässlich der heute vom Bayerischen Landesamt für Statistik veröffentlichten Tourismuszahlen für 2025 sieht die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. den Aufwärtstrend in der Branche bestätigt. Demnach erhöhte sich die Zahl der Gästeankünfte um knapp ein Prozent auf 41 Millionen, die Zahl der Übernachtungen stieg ebenfalls um 0,2 Prozent auf 103 Millionen. „Bayern bleibt mit Abstand Tourismusland Nummer eins in Deutschland. Die Zahlen zeigen, dass sich der bayerische Tourismus aus der Krise der Corona-Jahre herausgearbeitet hat. Er ist eine der zentralen Säulen der bayerischen Wirtschaft. Neben dem Bewirtungs- und Beherbergungsgewerbe bieten viele weitere Branchen touristische Dienstleistungen an, etwa das Beförderungsgewerbe, der Einzelhandel oder Freizeit- und Kultureinrichtungen. Bayernweit, vor allem im ländlichen Raum, leistet die Branche dabei einen starken Beitrag zu Wirtschaftskraft und Beschäftigung“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Unter den Regierungsbezirken verzeichnet 2025 die Oberpfalz die höchsten Zuwächse sowohl bei den Gästeankünften (+2,7 Prozent) als auch bei den Übernachtungen (+1,1 Prozent). Das höchste absolute Gästeaufkommen unter den sieben bayerischen Regierungsbezirken hatte 2025 erwartungsgemäß Oberbayern mit rund 19,6 Millionen Gästeankünften und etwa 46,4 Millionen Übernachtungen.
Für alle Unternehmen der Tourismuswirtschaft gilt aus Sicht der vbw: Sie sind auf gute Rahmenbedingungen angewiesen, um die Herausforderungen bestehen zu können und langfristig erfolgreich zu sein. „Die Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Speisen schafft dringend benötigte Planbarkeit und erhält notwendige Liquidität“, so Brossardt. Die Betriebe bleiben aber gefordert, die massiv gestiegenen Preise, die wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie deren Auswirkungen auf das Urlaubsbudget der Gäste zu bewältigen. Gleichzeitig müssen die Unternehmen ihren Transformationsprozess mit Blick auf Klimaschutz und Klimawandel gestalten. Darüber hinaus leidet die Branche enorm unter bürokratischen Lasten und dem Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel. „Die gesetzliche Verankerung einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 48 Stunden anstelle einer täglichen Betrachtungsweise würde einen wichtigen Beitrag zur weiteren Gesundung der Tourismuswirtschaft leisten“, appellierte Brossardt an die Regierungskoalition im Bund.