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Letzte Aktualisierung: 08. September 2026

Pressemitteilung

Schüler in Kernfächern weiter abgerutscht: Ergebnisse sind Alarmsignal für Wirtschaftsstandort / Brossardt: „Müssen angestoßene Reformen konsequenter umsetzen und Sprachniveau sicherstellen“

„Gut 20 Prozent der deutschen Schülerinnen und Schüler verfügen laut der aktuellen PISA-Studie über keine sicheren Basiskompetenzen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften. Diese Ergebnisse sind alarmierend, sie offenbaren dringenden Handlungsbedarf. Die Jugendlichen sind in den Kernkompetenzen nach dem letzten PISA-Schock 2022 erneut zurückgefallen“, kommentiert Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die Ergebnisse. Laut vbw ist die Entwicklung höchst bedenklich, denn durch die schlechten Leistungen sinken auch die Chancen der Jugendlichen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Brossardt macht klar: „Für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes sind wir auf gut qualifizierten Fachkräfte- und Akademikernachwuchs dringend angewiesen. Er ist das Wertvollste, was wir als rohstoffarmes Land haben. Darum können wir uns solche Ergebnisse schlichtweg nicht leisten. Wir müssen dringend mit Maßnahmen gegensteuern, indem Bund und Länder die eingeleiteten Reformen nach PISA 2022 noch konsequenter umsetzen. Das ist die einzige Chance, um international nicht den Anschluss zu verlieren.“

Zentraler Hebel aus den angestoßenen länderspezifischen Maßnahmen wie der PISA-Offensive 2023 in Bayern ist laut vbw die konsequente Sprachförderung. „Da eine gesicherte Sprach- und Lesekompetenz fächerübergreifend ausschlaggebend für gute Leistungen ist, müssen wir diese Fähigkeiten früh fördern, Sprachdefiziten entgegenwirken und Sprachkompetenz mit Leistungstests auch an weiterführenden Schulen kontinuierlich sicherstellen. Die Basiskompetenzen Deutsch und Mathematik müssen wir ins Zentrum rücken und für mehr Partizipationsgerechtigkeit sorgen, indem wir das Ganztagesangebot weiter ausbauen. Auch die Potenziale des bundesweiten Startchancen-Programms müssen wir noch gezielter nutzen. Uns darf kein Kind und kein Jugendlicher auf dem Bildungsweg verloren gehen“, so Brossardt.

Gleichzeitig macht die vbw klar, dass die deutschlandweite PISA-Studie nicht automatisch Aussagen zu den länderspezifischen Leistungen zulässt. „Entsprechend wichtig sind für uns die Ergebnisse der föderalen Leistungstests wie dem INSM-Bildungsmonitor, der am 14. September 2026 vorgestellt wird. Dieser und auch der IQB-Bildungstrend haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die bayerischen Schulen bei einem bundesweit absinkenden Bildungsniveau immerhin noch besser aufgestellt sind als der Bundesdurchschnitt. Die Bayerische Staatsregierung hat mit ihrem Maßnahmenkatalog nach dem letzten PISA-Schock 2022 an den richtigen Stellen nachgesteuert, aber diese negative Entwicklung macht auch vor den Klassenzimmern im Freistaat nicht halt. Wir dürfen uns auf guten Ergebnissen nicht ausruhen und müssen insbesondere die mit der PISA-Offensive 2023 eingesetzten Maßnahmen, wie etwa die durchgängige Sprachförderung, gezielt weiter kraftvoll umsetzen", betont Brossardt abschließend.

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