Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2022

Pressemitteilung

vbw: Netzausbau muss mit steigendem Bedarf Schritt halten / Brossardt: „Corona potenziert Tempo der digitalen Transformation“

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 Maximilian Stoib
Maximilian Stoib
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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„Die Corona-Krise hat das Tempo der digitalen Transformation potenziert, die bayerischen Unternehmen setzen immer intensiver auf digitale Technologien. Home-Office und Videokonferenzen sind heute bei neun von zehn Unternehmen in Bayern Alltag. Damit steigen die Breitbandbedarfe weiter – sowohl festnetzgebunden als auch bei der mobilen Datenübertragung. Der Netzausbau im Freistaat hat dank der Förderpolitik der Bayerischen Staatsregierung in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht und der zusätzlichen Belastung durch Corona standgehalten. Jetzt geht es darum, diesen Kurs zu halten und bedarfsgemäß einen Gang hochzuschalten“, erklärt Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zu den Ergebnissen zweier heute vorgestellter vbw Studien zum Breitbandbedarf der Unternehmen und zum Versorgungsgrad der digitalen Infrastruktur in Bayern.

Albert Füracker, Bayerischer Staatsminister der Finanzen und für Heimat, erklärt: „Kein Bundesland unterstützt seine Kommunen beim Glasfaserausbau stärker als der Freistaat Bayern. Unsere Förderprogramme sind unbürokratisch und effektiv. Mehr als 1,6 Milliarden Euro Fördergelder investiert der Freistaat in den Glasfaserausbau – ein bundesweiter Spitzenwert. Eine moderne digitale Infrastruktur ist Grundpfeiler für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land und essentieller Standortfaktor für die bayerischen Unternehmen und Kommunen. Für unsere Familien und unsere Kultur ist Glasfaser die digitale Lebensader der Gegenwart und Zukunft. Unser ambitioniertes Ziel bleibt: Gigabit bis in jedes Haus.“

Laut der Studie „Breitbandbedarf der bayerischen Unternehmen – leitungsgebunden und mobil“ sind aktuell 60 Prozent der Betriebe mit der Bandbreite im Festnetz zufrieden. Dazu Brossardt: „Das ist in der mehrjährigen Reihe unserer Studien ein Höchstwert. Die Pandemie ist für die digitale Infrastrukturpolitik zu einer unerwarteten Bewährungsprobe geworden, die sie bestanden hat – das honorieren die Betriebe. Gleichzeitig werden beispielsweise unternehmenseigene Cloud-Lösungen und Big Data immer wichtiger. Deshalb mahnen die Unternehmen weiterhin Handlungsbedarf beim Netzausbau an: 54 Prozent der befragten Betriebe sehen sich durch ein unzureichendes Festnetz im Geschäft beeinträchtigt, 72 Prozent sind es beim Mobilfunknetz.“

Im gesamtdeutschen Vergleich schneidet Bayern nach den Ergebnissen der Studie „Versorgungsgrad der digitalen Infrastruktur in Bayern“ überdurchschnittlich gut ab. 90,7 Prozent aller Haushalte und 89,9 Prozent aller Gewerbestandorte in Bayern sind mit Geschwindigkeiten von mindestens 100 Mbit/s an das Netz angeschlossen. Brossardt ergänzt: „Das bayerische Breitbandförderprogramm wirkt, insbesondere auch in den ländlichen Regionen. Dort verfügen 77 Prozent der Haushalte über Anschlüsse mit mindestens 100 Mbit/s, während es deutschlandweit nur 68,8 Prozent sind. Auch der Ausbau des Glasfasernetzes in Bayern ist in den letzten Jahren deutlich fortgeschritten: Rund 18 Prozent der Haushalte verfügten Mitte 2021 über einen Glasfaseranschluss, deutschlandweit sind es im Schnitt nur 15,8 Prozent.“

Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland bei Hochgeschwindigkeitsanschlüssen jedoch nur mäßig ab und fällt hinter Länder wie Südkorea und Japan aber auch Schweden, Italien oder Frankreich zurück. „Hier müssen wir Boden gutmachen und unseren Wirtschaftsstandort zukunftssicher und wettbewerbsfähig aufstellen. Wir müssen beim Netzausbau an unseren ehrgeizigen Zielen festhalten: Bis 2025 muss Glasfaser flächendeckend ausgebaut und 5G lückenlos verfügbar sein. Dafür gilt es, den privatwirtschaftlichen Ausbau weiter zu fördern. Den nötigen Geschwindigkeitsschub müssen straffere Genehmigungsverfahren und Erleichterungen bei der Standortsuche für Mobilfunkmasten bringen. Schließlich müssen die Widerstände aus der Bevölkerung adressiert werden. Mit Blick auf die Skeptiker gilt es, Sorgen vor gesundheitlichen Schäden auszuräumen und den Nutzen einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur noch stärker herauszustellen“, erklärt Brossardt abschließend.