Mit dem „Forum WissensHintergründe“ hat das Roman Herzog Institut (RHI) eine neue Veranstaltungsreihe im Kontext der Münchner Sicherheitskonferenz geschaffen. Speaker der Auftaktveranstaltung, Prof. Dr. Jörn Leonhard, Historiker und Leibniz-Preisträger 2024, skizzierte im moderierten Gespräch mögliche Szenarien für die Lage in der Region Nahost und in der Ukraine. Dabei setzt Leonhard auf den Blick in die Vergangenheit, wohlwissend, dass sich Geschichte nicht wiederholt und keine Blaupausen liefert.
„Frieden ist kein Moment, in dem Männer um einen Tisch sitzen, einen Vertrag unterzeichnen und sich anschließend die Hände geben, sondern ein komplizierter und widersprüchlicher Prozess“, so Prof. Dr. Leonhard.
Prof. Randolf Rodenstock, Vorstandsvorsitzender des RHI, erklärt dazu: „Die geopolitischen Entwicklungen sind strategisch von großer Bedeutung. Sie gefährden nicht nur die allgemeine Sicherheit. Sie untergraben auch unsere im Westen gelebten Werte und greifen damit unsere Demokratien an.“ Rodenstock ergänzt: „Es freut uns sehr, mit Jörn Leonhard einen wichtigen Impulsgeber zu Gast zu haben.“
Das Jahr 2026 steht beim RHI im Zeichen des Jahresthemas „Gefährdete Demokratie“. „Ohne Frieden keine Demokratie. Wir müssen uns daher wappnen, in unsicheren Zeiten das, was wir als wertvoll erachten, auch zu vertreten und die Demokratie aus einer Position der Stärke entschieden zu verteidigen“, erläutert Rodenstock .
Das Roman Herzog Institut
Das RHI setzt sich als Think Tank mit den Themen Werte, Führung und Zukunft auseinander.
Die Publikation von Prof. Dr. Leonhard „Über Kriege und wie man sie beendet. Zehn Thesen“ finden Sie hier .