Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2021

Pressemitteilung

Position der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zu Home Office zur Eindämmung der Corona Pandemie

Kontakt
 Andreas Ebersperger
Andreas Ebersperger
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49 (0)89-551 78-373 +mobil+ +49 (0)172-855 70 25

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. setzt sich für Home Office als Sofortmaßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie ein. Bereits im Oktober 2020 hat sie sich an alle Unternehmen in Bayern gewandt, Home-Office während der Pandemie weitreichend umzusetzen. Im Dezember 2020 hat sie diesen Aufruf noch einmal an alle Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektroindustrie wiederholt. Angesichts der jetzt noch kritischeren Pandemielage hat sie diesen Appell heute erneuert und verstärkt.

Im Folgenden finden sie den Appell von vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt:

„Deutschland und insbesondere Bayern befinden sich in einer besorgniserregenden Pandemielage. Die Covid-19-Zahlen liegen auf einer nicht akzeptablen Höhe. Die Folgen der ursprünglich in Großbritannien und sich jetzt verbreitenden Mutation des Virus‘ auf die Pandemielage sind nicht abschätzbar. Die Kontakte müssen deshalb jetzt noch einmal deutlich reduziert werden.

Bereits heute werden die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards in vorbildlicher Art und Weise in den bayerischen Unternehmen umgesetzt und eingehalten, um das Infektionsrisiko für die Beschäftigten zu senken und Neuinfektionen im betrieblichen Alltag zu verhindern. Home-Office wird als Teil dieser Strategie weitreichend umgesetzt, wo immer es geht. Diese Maßnahmen sind erfolgreich. Die Infektionen in den Betrieben sind nachweislich gering.

Home-Office wirkt zusätzlich als Infektionsschutzmaßnahme. Home-Office sollte – wo immer es geht – eingesetzt werden. Es ist aber nur eine Notmaßnahme für die Zeit, bis die Pandemie durch die Maßnahmen Abstand, Maske, Testen, Impfen gebrochen ist.

Das Recht des Arbeitgebers zu bestimmen, wann und wo die Arbeit zu leisten ist, bleibt davon unberührt. Dieses Bestimmungsrecht ist ein essenzielles Recht des Arbeitgebers.

Für Home-Office gibt es aber faktische Grenzen. Dies gilt etwa für die Produktion in der Industrie, bei der Erbringung von Dienstleistungen – zum Beispiel im Handwerk – oder im geöffneten Einzelhandel. Weitere Beispiele sind Versuchs- und Testeinrichtungen, wie zum Beispiel Labore und Prüfstände. Ebenso gibt es zwingende Präsenznotwendigkeiten zur Aufrechterhaltung der Gesamtbetriebs-
abläufe und der Datensicherheit.

Durch Home-Office entstehen bereits jetzt Produktivitäts- und Kreativitätsverluste, die – jedenfalls mittelfristig – einen erheblichen Verlust an Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen befürchten lassen. Dies kann sich unser Wirtschaftsstandort aufgrund unserer Wettbewerbssituation dauerhaft nicht leisten. Die hohe Intensität von Home-Office muss deshalb auf die Notsituation beschränkt bleiben.

Unverständlich – gerade in der derzeitigen Notsituation – ist die von den Gewerkschaften angestoßene Diskussion, jetzt zusätzliche Qualitätsanforderungen an Arbeiten im Home Office zu stellen und die Angst vor Kontrolle durch den Arbeitgeber in den Vordergrund zu stellen.

Bei der Umsetzung von Home-Office setzen wir auf pragmatische Absprachemodelle zwischen Vorgesetzten und Beschäftigten – in individueller Form oder als Betriebsvereinbarung.