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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

Deutlich weniger offene Stellen in Unterfranken / Brossardt: „Wer gut qualifiziert ist, hat weiterhin beste Chancen“

Die Zahl der offenen Stellen in Unterfranken ist im Verlauf der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Das zeigt die regionale Auswertung des „Arbeitsmarktbarometer Bayern“, den die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirt-schaft e. V. auf Grundlage von Zahlen der Regionaldirektion Bayern der Bundesagen-tur für Arbeit vierteljährlich erstellt. Die Metallindustrie ist mit einem Rückgang von über 50 Prozent im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum besonders betrof-fen. Auch in den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Mechatronik, Energie und Elektro gingen die Stellenangebote mit 37 bzw. 33 Prozent deutlich zurück.

Trotz des Rückgangs offener Stellen sind die Chancen in zahlreichen Berufen für Ar-beitslose in Unterfranken weiterhin sehr gut. So entfiel im 3. Quartal in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro durchschnittlich mehr als eine angebotene Stelle auf einen Arbeitslosen. „Das Thema Fachkräftesicherung bleibt aufgrund der demo-grafischen Entwicklung auch für die unterfränkischen Unternehmen hochaktuell. Ohne die hohe Zuwanderung der letzten Jahre wäre diese Entwicklung noch stärker“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Prognosen zufolge nimmt die er-werbsfähige Bevölkerung in Unterfranken zwischen 2015 und 2035 um 16 Prozent und damit am zweitstärksten innerhalb Bayerns ab.

Im Agenturbezirk Aschaffenburg ist der Rückgang offener Stellen in der Papier- und Druckindustrie als auch in der Metallindustrie mit mehr als 50 Prozent im 3. Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich sichtbar. Pro Arbeitslosen stehen in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro am meisten offene Stellen zur Verfü-gung. Auch im Agenturbezirk Schweinfurt sank die Zahl der offenen Stellen in der Metallindustrie um rund 70 Prozent. Besonders betroffen waren zudem die Bereiche Sicherheit sowie Textil (-72 bzw. -57 Prozent). Währenddessen verringerte sich die Zahl der Stellenangebote im Agenturbezirk Würzburg in der Metallindustrie mit ei-nem Minus von 39 Prozent weniger stark als im restlichen Regierungsbezirk. Auch hier ist die Lage für Mechatroniker sowie Energie- und Elektroberufe mit mehr als einer Stelle auf jeden Arbeitslosen weiterhin sehr gut.

„Wir haben derzeit eine tiefgreifende Krise, die Arbeitsplätze kostet. Langfristig aber kämpfen wir gegen den Fachkräftemangel. Wer gut qualifiziert ist und in Berufe mit hoher Nachfrage strebt, hat in Bayern weiterhin beste Chancen“, fasst Brossardt zu-sammen.