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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

Deutlich weniger offene Stellen in Oberfranken / Brossardt: „Wer gut qualifiziert ist, hat weiterhin beste Chancen“

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 Evi Moder
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Die Zahl der offenen Stellen in Oberfranken ist im Verlauf der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Das zeigt die regionale Auswertung des „Arbeitsmarktbarometer Bayern“, den die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf Grundlage von Zahlen der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit vierteljährlich erstellt. Die Metallindustrie ist mit einem Rückgang von 32 Prozent im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum stark betroffen. Auch in den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Mechatronik, Energie und Elektro gingen die Stellenangebote mit 35 bzw. 28 Prozent deutlich zurück.

Trotz des Rückgangs offener Stellen sind die Chancen in zahlreichen Berufen für Arbeitslose in Oberfranken weiterhin sehr gut. So entfiel im 3. Quartal in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro durchschnittlich mehr als eine angebotene Stelle auf einen Arbeitslosen. „Das Thema Fachkräftesicherung bleibt aufgrund der demografischen Entwicklung auch für die oberfränkischen Unternehmen hochaktuell. Ohne die hohe Zuwanderung der letzten Jahre wäre diese Entwicklung noch stärker“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Prognosen zufolge nimmt die erwerbsfähige Bevölkerung in Oberfranken zwischen 2015 und 2035 um 18 Prozent und damit am stärksten innerhalb Bayerns ab.

Im Agenturbezirk Bayreuth-Hof ist der Rückgang offener Stellen in der Papier- und Druckindustrie mit 60 Prozent besonders hoch. In der Metallindustrie mit rund 25 Prozent weniger offener Stellen im 3 Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Lage deutlich besser. In der Bauplanung sowie in der Mechatronik-, Energie- und Elektroindustrie stehen pro Arbeitslosen die meisten offenen Stellen zur Verfügung. Im Agenturbezirk Bamberg-Coburg sank die Zahl der offenen Stellen in der Metallindustrie um rund 40 Prozent. In der Maschinen- und Fahrzeugtechnik ist ein Rückgang von gut 37 Prozent zu verzeichnen. Auch hier ist die Lage für Mechatroniker sowie Energie- und Elektroberufe mit mehr als einer Stelle auf jeden Arbeitslosen weiterhin sehr gut.

„Wir haben derzeit eine tiefgreifende Krise, die Arbeitsplätze kostet. Langfristig aber kämpfen wir gegen den Fachkräftemangel. Wer gut qualifiziert ist und in Berufe mit hoher Nachfrage strebt, hat in Bayern weiterhin beste Chancen“, fasst Brossardt zusammen.

Zum Arbeitsmarktbarometer: www.vbw-bayern.de/arbeitsmarktbarometer