Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 29. Januar 2021

Pressemitteilung

Corona-Effekte und saisonale Eintrübung setzen Bayerns Arbeitsmarkt zu / Brossardt: „Wille der Unternehmen, Jobs zu halten, ist ungebrochen“

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 Andreas Ebersperger
Andreas Ebersperger
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Die Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent in Bayern zeigt nach Ansicht der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erste Effekte des erneuten Corona-Lockdowns, kombiniert mit der saisonüblichen Eintrübung im Januar. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt ordnet die heute von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit bekanntgegebenen Zahlen wie folgt ein: „Nach einem goldenen Jahrzehnt am bayerischen Arbeitsmarkt drohen die anhaltenden Beschränkungen des Wirtschaftslebens die gestiegene Arbeitslosigkeit im Freistaat zu verfestigen. In den besonders betroffenen Branchen wird die schwierige Lage besonders auf die Arbeitslosenzahlen durchschlagen. Mit Sorge sehen wir auch den von der Bundesagentur prognostizierten Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit.“

Dass die Arbeitslosenzahlen nicht noch stärker gestiegen sind, sieht die vbw im ungebrochenen Willen der Unternehmen, Arbeitsplätze zu halten. Brossardt: „Mit der – trotz aller derzeitigen Schwierigkeiten – realen Perspektive von Impfungen halten die Betriebe an ihren Beschäftigten fest. Vor allem die Verlängerung der Kurzarbeit-Sonderregelung bis Ende 2021 bringt den Unternehmen Planungssicherheit und Liquidität. Die angekündigten Hilfen verschaffen vor allem der Gastronomie und dem Hotelgewerbe mehr Zeit, den Lockdown zu überstehen. Die Hilfen müssen nun aber rasch fließen.“

Die vbw steht zur weitreichenden Nutzung von Home Office zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Daher hat sie ihren Appell, Home Office noch stärker zu nutzen, nochmals erneuert. „Die Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und nutzen Home Office, wo es möglich ist. Branchenübergreifend wird in 64 Prozent der Betriebe, die Home Office-fähige Arbeitsplätze haben, Home Office auch durchgeführt. Dabei arbeiten rund 72 Prozent der Beschäftigten, bei denen Home Office möglich ist, tatsächlich von zu Hause aus,“ so Brossardt.

Er betont aber auch, dass aus den Betrieben mit etwas über 6 Prozent ein geringer Eintrag zum Pandemiegeschehen erfolgt: „Unser Appell daher: Keine weiteren Eingriffe in die betriebliche Handlungsfähigkeit! Steuerliche Anreize sind besser als gesetzliche Regelungen. Die vbw ruft die Bundesregierung auf, angesichts der angespannten Lage alles zu unterlassen, was die Unternehmen belastet. Es darf auf keinen Fall neue Bürokratie aufgebaut werden“, fordert Brossardt.