Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 29. März 2021

Pressemitteilung

Betriebliches Testen und Homeoffice ja, aber ohne gesetzliche Pflicht / Brossardt: „Keine weiteren bürokratischen und finanziellen Lasten für die Unternehmen“

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 Andreas Ebersperger
Andreas Ebersperger
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ruft die Unternehmen erneut dazu auf, wo immer es geht, Corona-Testangebote für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszuweiten und Homeoffice zur Eindämmung der Corona-Pandemie weitgehend zu nutzen. Sie warnt aber vor einer gesetzlichen Pflicht für beide Maßnahmen, wie sie von Seiten der Bundesregierung ins Spiel gebracht wird.

„Die Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und leisten durch umfassende betriebliche Hygienekonzepte einen großen und erfolgreichen Beitrag zur Pandemiebekämpfung. Viele Betriebe in Bayern bieten daher bereits heute ihren Belegschaften aus eigenem Antrieb Schnelltests zur weiteren Erhöhung des Gesundheitsschutzes an. Eine Pflicht, Corona-Tests einzuführen, lehnen wir grundsätzlich ab. Auch besteht die Frage, ob überhaupt ausreichend Tests zur Verfügung stehen. Auf jeden Fall wäre eine solche Pflicht für viele Unternehmen mit immensem Aufwand verbunden und in der Praxis nicht durchführbar. Viele Unternehmen stehen mit dem Rücken zur Wand. Weitere bürokratische und finanzielle Belastungen sind daher nicht akzeptabel“, so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Er verwies darauf, dass Unternehmen in Bayern Homeoffice nutzen, wo immer es möglich ist. „Eine Umfrage der vbw zeigt das umfassende Engagement der Betriebe für Homeoffice: Branchenübergreifend wird in Bayern in 64 Prozent der Betriebe, die Homeoffice-fähige Arbeitsplätze haben, Homeoffice auch durchgeführt. Dabei arbeiten rund 72 Prozent der Beschäftigten, bei denen Homeoffice möglich ist, tatsächlich von zu Hause aus. Aber: Eine gesetzliche Pflicht zum Homeoffice darf es nicht geben“, so Brossardt.

Die vbw betont, dass es das Recht des Arbeitgebers bleiben muss, zu bestimmen, wann und wo die Arbeit zu leisten ist. Brossardt: „Außerdem gibt es für Homeoffice faktische Grenzen. Dies gilt etwa für die Produktion in der Industrie und bei der Erbringung von Dienstleistungen. Außerdem gibt es zwingende Präsenznotwendigkeiten zur Aufrechterhaltung der Gesamtbetriebsabläufe und der Datensicherheit.“