Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 06. April 2021

Pressemitteilung

Bayerische Unternehmen stark bei Zukunftstechnologien im Automobilbereich / Brossardt: „Rahmenbedingungen auf Technologieoffenheit und Innovationsfreundlichkeit ausrichten“

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 Tobias Rademacher
Tobias Rademacher
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
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Die Automobil- und Zulieferindustrie ist für den Freistaat von essenzieller Bedeutung. Dem Auto-Cluster Bayern können rund 350.000 Arbeitsplätze zugeordnet werden. Zudem steht es für 7,4 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Bayern. Es ist der industrielle Kern des Freistaats und zugleich Motor für Investitionen und Innovationen, die im internationalen Wettbewerb bestehen müssen. Das Auto-Cluster erwirtschafte im Jahr 2020 einen Produktionswert von rund 125,5 Milliarden Euro, wie die bayme vbm vbw Studie „Auto-Cluster Bayern – Entwicklung und Zukunftsperspektiven“ zeigt. Coronabedingt sind das zehn Prozent weniger als im Vorjahr.

„Die Transformation in den Bereichen Antriebssysteme, Automatisierung sowie Vernetzung nimmt immer weiter an Geschwindigkeit auf. Hersteller, die in diesen dynamisch wachsenden Bereichen tätig sind, haben erhebliche Chancen. Hier haben die Unternehmen im Freistaat einen strukturellen Vorteil gegenüber der globalen Konkurrenz, da sie im Durchschnitt stärker auf diese Systeme ausgerichtet sind“, erklärt bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Auch Unternehmen, die noch nicht in den dynamisch wachsenden Systemen vorne dabei sind, müssen die Chance bekommen, den Wandel erfolgreich zu gestalten. Die aktuelle Marktentwicklung macht das nicht einfacher, schwinden doch die Wachstumsaussichten. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das globale Marktvolumen im Automobilbereich von aktuell 1,93 auf rund 2,7 Billionen Euro in 2030 zwar weiter steigen wird, der Vorteil insgesamt aber geringer ausfällt, als erwartet. Innerhalb von drei Jahren haben sich die Wachstumsaussichten halbiert.

„Wir müssen Zeit für den strukturellen Wandel gewinnen und Potenziale stärker fördern. Hier setzen die Hightech-Agenda Plus der Staatsregierung und die Bundesmittel zur Bewältigung der Transformation die richtigen Impulse. Insgesamt würden wir uns von politischer Seite noch mehr Rücken- als Gegenwind wünschen. Das gilt ganz besonders für die EU, die keine überzogenen neuen Anforderungen bei Emissionen und Luftschadstoffen aufstellen darf. Wir müssen die Rahmenbedingungen auf Technologieoffenheit und Innovationsfreundlichkeit ausrichten. Ansonsten verspielen wir unsere globale Spitzenposition“, fordert Brossardt.

Die Studie steht unter www.baymevbm.de/auto-cluster zum Download bereit.