Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 25. November 2020

Pressemitteilung

4. Sonnefelder Wirtschaftsgespräch mit Astronautentrainerin Laura Winterling / Kaeser: „Frauen unterstützen, ihr Potenzial und ihre Talente umzusetzen“

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 Evi Moder
Evi Moder
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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Beim 4. Sonnefelder Wirtschaftsgespräch begrüßte Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Oberfranken, die Physikerin Laura Winterling als Gastrednerin. In ihrem Vortrag „Chancengleichheit: Frauen in Männerberufen - wie wird man eigentlich Astronautentrainerin?“ gab Laura Winterling Einblicke aus ihrer Zusammenarbeit mit den Astronauten der ISS und eröffnete neue Perspektiven auf die Frage, wie Frauen in Männerdomänen erfolgreich in die eigene Zukunft starten. „Einer Rakete ist es egal, ob ein Mann oder eine Frau sie steuert", sagte Laura Winterling.

„Mädchen unterschätzen häufig ihre technischen und naturwissenschaftlichen Fähigkeiten und orientieren sich danach auch auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“, sagte Kaeser und forderte: „Wir müssen das Selbstbewusstsein der jungen Frauen in diesen Bereichen stärken und ihnen die Chancen in den entsprechenden Branchen aufzeigen.“ Mit Projekten wie der „Girls‘ Day Akademie Bayern“ setzen sich die bayerischen Arbeitgeberverbände seit Jahren mit Erfolg dafür ein, Mädchen für technische Berufe zu begeistern. „Die Ergebnisse einer Langzeitevaluation des Projektes Anfang 2020 haben gezeigt, dass sich 61 Prozent der ehemaligen Girls‘ Day-Akademie-Teilnehmerinnen für eine Ausbildung oder ein Studium im MINT-Bereich entschieden haben“, berichtete Kaeser.

Er verwies darauf, dass die bayerische Metall- und Elektroindustrie nicht nur hervorragende Verdienst- und Aufstiegschancen, sondern auch gute Möglichkeiten bietet, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine zentrale Stellschraube, um ungewollt lange Erwerbsunterbrechungen von Mitarbeiterinnen zu reduzieren, die Arbeitszeit auszuweiten und so insgesamt mehr Karriereoptionen für Frauen zu eröffnen. Die Unternehmen handeln, indem sie vielfältige Maßnahmen wie flexible Arbeitszeitmodelle und betriebliche Kinderbetreuung ermöglichen. Aber auch der Staat ist gefragt, die Betreuungsangebote weiter auszubauen und an die beruflichen Realitäten anzupassen. Wir brauchen außerdem ein flexibleres Arbeitszeitrecht, das den Bedürfnissen von Beschäftigten und Arbeitgebern besser entgegenkommt“, so Kaeser.