Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 12. Oktober 2021

Pressemitteilung

vbw fordert weitsichtiges Konzept für Energiesystemplanung in Bayern / Brossardt: „Schnellere Genehmigungsverfahren und günstige Strompreise nötig“

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Alexander Perschel
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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Angesichts großer Herausforderungen durch die Energiewende weist die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf die Bedeutung einer weitsichtigen Planung des Energiesystems hin. „Bayern hat sich mit Klimaneutralität im Jahr 2040 besonders hohe Ziele gesteckt. Eine intelligente Energiesystemplanung, die das Schlagwort Sektorenkopplung mit Leben füllt, ist von entscheidender Bedeutung für das Gelingen des Wandels.

Jetzt braucht es die Umsetzung zukunftsfähiger Konzepte, die die Sektoren Energie, Wärme und Verkehr verzahnen und klimafreundliche Energieträger fördern“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt auf einer Kooperationsveranstaltung zwischen der vbw und dem Übertragungsnetzbetreiber TenneT. Aus Sicht der vbw braucht die Energiewende mehr Tempo und Überzeugungskraft: „Dazu gehört, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und zu vereinheitlichen. Online-Plattformen können uns dabei unterstützen und den Austausch zwischen Verwaltung und Netzbetreibern erleichtern. Entscheidend ist die Akzeptanz in der Bevölkerung. Der Wandel wird in unserer Landschaft sichtbar werden. Wer Klimaschutz will, muss diese Tatsache akzeptieren“, so Brossardt. Die Transformation des Energiesystems muss nach Überzeugung der vbw mit günstigen Strompreisen einhergehen:

„Der Ausbau der Netze und der Erneuerbaren Energien sowie eine intelligente Sektorenkopplung wirken preisdämpfend“, sagte Brossardt. Zusätzlich sind aus Sicht der vbw die Abschaffung der EEG-Umlage und die Absenkung der Stromsteuer auf das europarechtliche Minimum notwendig. Der Zuschuss auf die Netzentgelte muss, wie im Kohleausstiegsgesetz vorgesehen, tatsächlich kommen. Tim Meyerjürgens, COO der TenneT TSO GmbH: „Die ambitionierten klimapolitischen Ziele erhöhen den Druck auf die Energiewende.

Zur Erreichung der neuen 2030 Ziele müssen wir in der Hälfte der Zeit doppelt so viel schaffen. Eine Stellschraube von vielen ist die Modernisierung des bestehenden Regulierungsrahmens, um Investitionen in Netze attraktiv zu halten und das Stromnetz flott zu machen für die großen Volumen zusätzlicher Erneuerbarer Energien. Mit drei bis vier Milliarden Euro ist TenneT aktuell der größte Investor der deutschen Energiewende. Wir investieren auch weiterhin zuverlässig in die deutsche Energiewende, damit unser Übertragungsnetz den künftigen Anforderungen gewachsen ist.“