Die bayerische Wirtschaft
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Letzte Aktualisierung: 12. Mai 2026

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Vorstellung des aktuellen vbw Index

Kontakt
 Volker Leinweber
Volker Leinweber
Geschäftsführer, Leiter der Abteilung Volks- und Außenwirtschaft
Telefon +49 (0) 89-551 78-133 Mobil +49 (0) 173-573 89 25

Der vbw Index der bayerischen Wirtschaft kommt nicht vom Fleck. Im Frühjahr 2026 erreichte er 87 Punkte, das ist lediglich ein Punkt mehr als im Herbst 2025 und zudem ein gutes Stück unter dem neutralen Niveau von 100 Punkten.

Perspektiven haben sich wieder verschlechtert

Alle vier Teilindizes liegen unter der 100-Punkte-Grenze. Der Lageindex Wachstum, der die allgemeine aktuelle Wirtschaftslage beschreibt, konnte sich immerhin um sieben auf 84 Punkte verbessern; dennoch ist er damit der schwächste Teilindex. Der Prognoseindex Wachstum ist hingegen wieder gesunken – um fünf auf 92 Punkte.

Der Lageindex Beschäftigung sank um einen auf 86 Punkte, da die Beschäftigung inzwischen branchenübergreifend zurückgeht. Leicht erholen konnte sich der Prognoseindex Beschäftigung, der um drei auf 85 zulegte. Die Nachfrage nach Arbeitskräften stabilisiert sich allmählich, der Rückgang der offenen Stellen schwächt sich ab.

Folgen des Iran-Kriegs machen Hoffnung auf Erholung zunichte

Zu Beginn des Jahres war eine vorsichtige Zuversicht in der Wirtschaft zu spüren. Die industriellen Auftragseingänge stiegen ebenso wie die Baugenehmigungen. Zudem lassen die beiden Sondervermögen für Verteidung und Infrastrukturinvestitionen positive Impulse erwarten.

Der Iran-Krieg und seine Folgen haben diese aufkeimenden Hoffnungen wieder zunichte gemacht. Die ökonomischen Auswirkungen des Kriegs treffen die bayerische Wirtschaft in ihrer ganzen Breite und ziehen sich durch die gesamte Wertschöpfungskette. Derzeit sind es im Wesentlichen die massiven Kostensteigerungen vor allem bei Energie, die die Wirtschaft belasten. Sollte sich die Lage nicht zeitnah beruhigen, drohen auch Liefer- und Versorgungsengpässe. Wir erwarten daher allenfalls ein Minimalwachstum im laufenden Jahr.

Deutschland braucht grundlegende und umfassende Reformen

Angesichts des schwierigen und unsicheren außenwirtschaftlichen Umfelds sind Reformen im Inland noch dringlicher. Statt kurzfristigen Sofortmaßnahmen ist ein umfassendes und grundlegendes Reformpaket notwendig, das die strukturellen Herausforderunen angeht, die Wirtschaft entfesselt und Leistungsanreize setzt.

Konkret sind Entlastungen bei den Lohnzusatzkosten durch zielgerichtete Reformen der Sozialen Sicherungssysteme notwendig, ebenso Entlastungen bei den Energiepreisen, eine Reform des Arbeitszeitrechts, Steuerentlastungen sowie ein tiefgreifender Bürokratieabbau inklusive einer Vereinfachung und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren.

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