Letzte Aktualisierung: 15. November 2019

Kooperation

Rückblick – Fachsymposium Roman Herzog Institut 2019

Zukunft aufbrechen – Aufbruch in die Zukunft:
Sechs Impulse für die Arbeitsgesellschaft

Um die Chancen des digitalen Wandels für Unternehmen und Beschäftigte ging es beim diesjährigen Fachsymposium des Roman Herzog Instituts (RHI) am 13. November 2019 im Münchner Künstlerhaus. In sechs Impulsen wurde der „Aufbruch in die Zukunft“ von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachtet.

„Wir möchten dafür werben, Zukunft nicht als Zumutung zu sehen, sondern ihr mit Zuversicht zu begegnen“, umriss RHI-Geschäftsführerin Neşe Sevsay-Tegethoff in ihrer Einführung das Ziel der Veranstaltung.

Von Erfolgen und Misserfolgen

Wie Veränderungen im Leben gelingen, erläuterte der Wirtschaftspsychologe Dieter Frey in seinem Vortrag – ein Thema, mit dem auch Ex-Fußballprofi Philipp Lahm bestens vertraut ist, wie dieser in der anschließenden Gesprächsrunde darlegte: Wesentlich für seine Karriere als Fußballer, Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft und jetzt Stifter und Unternehmer war und ist es, immer neue Herausforderungen zu suchen und Risiken einzugehen. Im Gespräch mit dem Sportler betonte RHI-Vorstandsvorsitzender Randolf Rodenstock, wie wichtig Rollen- und Perspektivenwechsel, aber auch Rückschläge und Misserfolge für die persönliche Entwicklung sind.

Kommunizieren – aber richtig

Welche Fähigkeiten brauchen Manager heute, um Unternehmen erfolgreich zu führen? Laut Strategie-Experten Thomas Hutzschenreuter kommt es vor allem auf deren Vorstellungskraft, ihre Fähigkeit zur Problemlösung und auf eine gute Kommunikationsfähigkeit an. Je nach Situation müssten Führungskräfte eher als Bewahrer oder als Visionäre agieren.

Die klassische Unternehmenskommunikation hat ausgedient – so lautet die Einschätzung von Magdalena Rogl, Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland. Die moderne Kommunikationsstrategie von Unternehmen sollte nicht mehr auf B2B oder B2C bauen. Vielmehr gelte es, alle Mitarbeiter als Social Media Manager einzusetzen und sie zu Markenbotschaftern zu machen. Die Firmen würden dadurch als authentisch und vielfältig wahrgenommen.

Verunsichert und ratlos?

Den einzelnen Beschäftigten stärker in den Blick zu nehmen, dazu rät auch Hirnforscher Gerhard Roth. Die Fähigkeit, mit Belastungen und Stress umzugehen, hält er in einer sich rasant wandelnden Arbeitswelt für essenziell. Wenn die Resilienz der Mitarbeiter durch eine entsprechende Führungskultur gestärkt wird, profitiere davon das gesamte Unternehmen.

Mit sozialer Verunsicherung umzugehen, gelingt der Mittelschicht besser als gemeinhin angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle RHI-Studie „Mittelschicht in Deutschland: Verunsichert und ratlos?“. Die Soziologen Holger Lengfeld, Katharina Müller und Stephanie Pravemann haben untersucht, ob wichtige Entscheidungen, die mit langfristigen finanziellen Verpflichtungen verbunden sind, bei unsicherer beruflicher Perspektive aufgeschoben werden. Die Mittelschicht zeigte sich hierbei nicht besonders auffällig.

Die Zukunft ist jetzt!

Welche gesellschaftlichen Folgen der digitale Wandel hat, war auch Thema der anschließenden Podiumsdiskussion: Wie stellen sich Menschen auf eine ungewisse Zukunft ein? Können sie sich für Jobs qualifizieren, die es heute noch gar nicht gibt? Wird die soziale Spaltung zunehmen?

Zu einer faktenbasierten Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen rief Gastgeber Rodenstock die Teilnehmer in seinem Schlusswort auf. Er empfahl, unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung daraufhin zu überprüfen, ob ihre Maßstäbe und Regeln auf die künftigen Herausforderungen anwendbar sind.

Rückblick

Rückblick – Fachsymposium Roman Herzog Institut 2019
am 13.11.2019 in München

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Ansprechpartner
Ansprechpartner

Dr. Nese Sevsay-Tegethoff

Geschäftsführerin Roman Herzog Institut e. V.

+49 (0)89-551 78 91-755
Nese Sevsay-Tegethoff

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