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Letzte Aktualisierung: 15. Dezember 2021

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Liquiditätsschonende steuerliche Erleichterungen werden verlängert

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Dr. Benedikt Rüchardt
Dr. Benedikt Rüchardt
Steuern, Finanzen, Landesentwicklung, Wirtschaft und Kommunalwirtschaft
Telefon +49 (0)89-551 78-252 +mobil+ +49 (0)173-349 39 60

Mit Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) vom 07. Dezember 2021 und gleichlautenden Ländererlassen vom 09. Dezember 2021 haben Bund und Länder die Verlängerung liquiditätsschonender Erleichterungen für von den Folgen der Corona-Krise besonders betroffene Steuerpflichtige bekanntgegeben. Demnach werden nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich von der Corona-Krise betroffenen Steuerpflichtigen folgende Erleichterungen zugestanden:

Vereinfachte Stundung

Die Betroffenen können bis zum 31. Januar 2022 vereinfachte Anträge auf Stundung der bis zum 31. Januar 2022 fälligen Steuern stellen. Die Stundungen werden längstens bis zum 31. März 2022 gewährt. Anschlussstundungen sind in Verbindung mit einer Ratenzahlungsvereinbarung längstens bis zum 30. Juni 2022 möglich.

Vereinfachte Anpassung von Vorauszahlungen

Entsprechend Betroffene können zudem bis zum 30. Juni 2022 vereinfachte Anträge auf eine Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer 2021 und 2022 stellen.

Antrag auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrags

Die gleiche Gruppe kann bis zum 30. Juni 2022 Anträge auf eine Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages für Zwecke der Vorauszahlungen 2021 und 2022 stellen.

An die Erleichterungen geknüpfte Bedingungen

Verlangt wird jeweils eine Darlegung der Verhältnisse. Bei der Nachprüfung der Voraussetzungen sind keine strengen Anforderungen zu stellen. Anträge sind nicht deshalb abzulehnen, weil die Steuerpflichtigen die entstandenen Schäden wertmäßig nicht im Einzelnen nachweisen können.

Vollstreckungsaufschub

Falls ein Vollstreckungsschuldner dem Finanzamt bis zum 31. Januar 2022 mitteilt, dass er von der Corona-Krise nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich betroffen ist, soll bei bis zum 31. Januar 2022 fälligen Steuern bis zum 31. März 2022 von Vollstreckungsmaßnahmen abgesehen werden. Von Januar bis März 2022 entstandene Säumniszuschläge dazu sind grundsätzlich zu erlassen. Bei angemessener Ratenzahlung ist eine Verlängerung längstens bis zum 30. Juni 2022 möglich.

Quellen

Das BMF-Schreiben vom 07. Dezember 2021 und den Text der gemeinsamen Erlasse der Länder vom 09. Dezember 2021 finden Sie unten im Download-Bereich.

Information

BMF-Schreiben vom 07. Dezember 2021 zur Verlängerung verfahrensrechtlicher Steuererleichterungen angesichts der Corona-Krise

Information

Gleichlautende Ländererlasse vom 09. Dezember 2021 zu gewerbesteuerlichen Maßnahmen angesichts der fortdauernden Corona-Krise