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Letzte Aktualisierung: 22. April 2022

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Update zur Neustarthilfe

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 Beate Neubauer
Beate Neubauer
CSR / Nachhaltigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Alterssicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Gesundheitswirtschaft, FKS+
Telefon +49 (0)89-551 78-534 +mobil+ +49 (0)173-573 89 22

Im Zuge der Verlängerung der Überbrückungshilfe IV wird auch die Neustarthilfe für Soloselbstständige verlängert und kann nun bis zum 30. Juni 2022 genutzt werden. Mit der „Neustarthilfe 2022 Zweites Quartal“ können Soloselbstständige bis Ende Juni 2022 weiterhin pro Monat bis zu 1.500 Euro an direkten Zuschüssenerhalten, insgesamt für den verlängerten Förderzeitraum April bis Juni 2022 also bis zu 4.500 Euro. Anträge müssen pro Quartal separat gestellt werden.

Seit dem 13. April 2022 können Anträge nun auch für das zweite Quartal 2022 gestellt werden. Die Antragsfrist für das erste Quartal wurde bis zum 15. Juni 2022 verlängert. Anträge können online über direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden. Hierfür ist ein Elster-Zertifikat erforderlich, es kann über das Elster-Portal beantragt werden.

Leistungsumfang und Empfänger

Solo-Selbstständigen (mit oder ohne Personengesellschaft), kurz befristet Beschäftigten in den Darstellenden Künsten (bis zu 14 Wochen), unständig Beschäftigten (weniger als sieben aufeinanderfolgende Kalendertage), kleinen Kapitalgesellschaften und Genossenschaften wird eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 4.500 Euro (bis zu 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften) gezahlt, wenn sie ansonsten keine Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe geltend machen.

Voraussetzungen und Berechnung der Höhe der Betriebskostenpauschale

Voraussetzung für die Antragsberechtigung ist, dass das Einkommen im Referenzzeitraum (im Normalfall das Jahr 2019) zu mindestens 51 Prozent aus selbstständiger Tätigkeit erzielt wurde.

Die Betriebskostenpauschale wird als Vorschuss gewährt. Ist der Umsatz des Antragstellenden während des jeweiligen Förderzeitraums im Vergleich zu einem dreimonatigen Referenzumsatz (in der Regel aus dem Jahr 2019) um 60 Prozent oder mehr zurückgegangen, kann die volle Betriebskostenpauschale behalten werden. Fällt der Umsatz höher aus, ist eine anteilige Rückzahlung fällig. In Summe darf der tatsächlich erzielte Umsatz und die Förderung 90 Prozent des Referenzumsatzes nicht überschreiten.

Die Betriebskostenpauschale beträgt einmalig 50 Prozent des dreimonatigen Referenzumsatzes, maximal aber 4.500 Euro für natürliche Personen und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften (max. 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften).

Rechenbeispiel

Jahresumsatz 2019 (dreimonatiger) Referenzumsatz Neustarthilfe Plus (max. 50 Prozent des Referenzumsatzes)
ab 36.000 Euro 9.000 Euro 4.500 Euro (Maximum)
20.000 Euro 5.000 Euro 2.500 Euro
10.000 Euro 2.500 Euro 1.250 Euro

Bei Beantragung der Neustarthilfe Plus verpflichtet man sich zu einer Endabrechnung durch Selbstprüfung nach Ablauf des Förderzeitraums. Im Rahmen dieser Selbstprüfung sind Einkünfte aus abhängiger Beschäftigung – sofern vorhanden – zu den Umsätzen aus selbstständiger Tätigkeit zu addieren. Der Bewilligungsstelle sind anfallende Rückzahlungen bis zum 31. März 2022 unaufgefordert mitzuteilen und bis zum 30. September 2022 zu überweisen. Die Endabrechnung erfolgt über ein Online-Tool auf der Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Hinweis: Die Endabrechnung für die Neustarthilfe von Januar bis Juni 2021 war am 31.Dezember 2021 fällig. Für die Neustarthilfe von Juli bis Dezember 2021 sowie das erste Quartal 2022 muss die Endabrechnung direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de bis zum 30. September 2022 erfolgen.

Berechnung des Referenzumsatzes

Um den (dreimonatigen) Referenzumsatz 2019 zu bestimmen, wird der durchschnittliche monatliche Umsatz des Jahres 2019 zugrunde gelegt (Referenzmonatsumsatz). Der Referenzumsatz ist das Dreifache dieses Referenzmonatsumsatzes.

Antragstellende, die ihre selbstständige Tätigkeit zwischen dem 01. Januar 2019 und 30. September 2021 begonnen haben, können als Referenzmonatsumsatz entweder den durchschnittlichen monatlichen Umsatz über alle vollen Monate der Geschäftstätigkeit im Jahr 2019 heranziehen, den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020, den durchschnittlichen Monatsumsatz des 3. Quartals 2020 (1. Juli bis 30. September 2020) bzw. des 3. Quartals 2021 bei der Neustarthilfe 2022 oder den durchschnittlichen monatlichen Umsatz über alle vollen Monate der Geschäftstätigkeit in 2020 bzw. 2021 im Falle der Neustarthilfe 2022 .

Keine Anrechnung auf Leistungen der Grundsicherung

Die Neustarthilfe ist als Zuschuss zu den Betriebskosten ausgelegt und ist deshalb durch dessen betrieblichen Charakter deshalb nicht auf Leistungen der Grundsicherung anzurechnen. Auch bei der Ermittlung des Einkommens zur Bestimmung des Kinderzuschlags findet er keine Berücksichtigung.

FAQ zur Neustarthilfe Plus

Über den folgenden Link kommen Sie zu den FAQs für die Neustarthilfe Plus. Weitere Informationen zur Anmeldung für die Antragsstellung finden Sie hier.