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Letzte Aktualisierung: 22. Februar 2021

Information

Update: Neustarthilfe – Unterstützung für Soloselbstständige

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 Beate Neubauer
Beate Neubauer
CSR / Nachhaltigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Alterssicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Gesundheitswirtschaft, FKS+
Telefon +49 (0)89-551 78-534 +mobil+ +49 (0)173-573 89 22
Neu (Stand 21. Februar 2021)

Aus der jetzt verfügbaren bayerischen Richtlinie zur Überbrückungshilfe III ergeben sich auch für die Neustarthilfe wichtige Details. Die Richtlinie steht unten zum Download zur Verfügung.

Der Weg zum Antrag

Mit der Neustarthilfe wird eine besondere Unterstützung für Soloselbstständige im Rahmen der Überbrückungshilfe III aufgelegt. Anträge können nun gestellt werden. Über folgenden Link gelangen Sie zur Antragsplattform . Zur Identifizierung wird das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat benötigt.

Ausgestaltung Neustarthilfe

Die Neustarthilfe richtet sich an Soloselbstständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfe III keine Fixkosten geltend machen oder geltend machen können, aber dennoch Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Unterstützungen im Rahmen der Überbrückungshilfe II oder der November- und Dezemberhilfe sind dagegen unschädlich.

Die Unterstützung steht Soloselbstständigen zu, die ihr Einkommen im Jahr 2019 zu mindestens 51 Prozent aus ihrer selbstständigen Tätigkeit erzielt haben.

Neu ist, dass die Förderung auch sogenannten unständig Beschäftigten zusteht. Damit soll insbesondere Schauspieler*innen, die häufig sowohl Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit als auch aus unständiger Beschäftigung beziehen, geholfen werden. Einkünfte aus unständiger Beschäftigung werden insoweit den Umsätzen aus Soloselbstständigkeit gleichgestellt.

Auch wurde der Kreis der Anspruchsberechtigten nochmals erweitert. Auch „freie“, also nicht fest angestellte Schauspieler*innen (nicht im Haupterwerb selbständig, sondern für ein Gastspiel oder einen Film kurzzeit beschäftigt) und vergleichbare Beschäftigte können die Neustarthilfe nutzen.

Die Neustarthilfe wird als volle Betriebskostenpauschale gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbständigen während der sechsmonatigen Laufzeit Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem sechsmonatigen Referenzumsatz 2019 um 60 Prozent oder mehr zurückgegangen ist. Maximal beträgt die Betriebskostenpauschale 7.500 Euro.

Die Betriebskostenpauschale ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung und ähnlicher Leistungen anzurechnen.

Sie wird als Vorschuss ausgezahlt , auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Januar 2021 bis Juni 2021 bei Antragstellung noch nicht feststehen.

Falls die Umsatzeinbußen geringer als erwartet ausfallen, ist die Vorschusszahlung anteilig so zurückzuzahlen, dass in Summe der erzielte Umsatz und die Förderung 90 Prozent des Referenzumsatzes nicht überschreiten. Wenn die so errechnete Rückzahlung unterhalb einer Schwelle von250 Euro liegt, ist keine Rückzahlung erforderlich.

Berechnung der Höhe der Neustarthilfe

Die genaue Höhe der Neustarthilfe richtet sich nach dem Referenzumsatz des Jahres 2019. Um den Referenzumsatz 2019 zu bestimmen, wird der durchschnittliche monatliche Umsatz des Jahres 2019 zugrunde gelegt (Referenzmonatsumsatz). Der Referenzumsatz ist das Sechsfache dieses Referenzmonatsumsatzes und beträgt somit im Regelfall 50 Prozent des Gesamtumsatzes in 2019. Die Betriebskostenpauschale beträgt einmalig 50 Prozent des Referenzumsatzes, maximal aber 7.500 Euro.

Rechenbeispiele:

Jahresumsatz 2019 Referenzumsatz Neustarthilfe (max. 50 Prozent)
ab 30.000 Euro 15.000 7.500 Euro (Maximum)
20.000 Euro 10.000 Euro 5.000 Euro
10.000 Euro 5.000 Euro 2.500 Euro
5.000 Euro 2.500 Euro 1.250 Euro

Mögliche Rückzahlung

Sollte während der Laufzeit – anders als zunächst erwartet – der Umsatz bei über 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen, so dass in Summe der erzielte Umsatz und die Förderung 90 Prozent des Referenzumsatzes nicht überschreiten.

So können beispielsweise bei einem tatsächlichen Umsatz von 60 Prozent des Referenzumsatzes im Betrachtungszeitraum 30 Prozent des Referenzumsatzes als Förderung behalten werden, die Differenz zur ausgezahlten Förderung (20 Prozent) ist zurückzuzahlen. Liegt der erzielte Umsatz bei 90 Prozent oder mehr, so ist die Neustarthilfe vollständig zurückzuzahlen. Wenn die so errechnete Rückzahlung unterhalb einer Schwelle von 250 Euro liegt, ist keine Rückzahlung erforderlich.

FAQ zur Neustarthilfe

Über den folgenden Link gelangen Sie zu ausführlichen FAQ der beiden Ministerien BMWi und BMF, die über alle Details der Neustarthilfe und den Antragsprozess informieren.

Bayerische Richtlinie zur Neustarthilfe

Die Neustarthilfe ist für Bayern in derselben Richtlinie geregelt wie die Überbrückungshilfe III .

Information

Bayerische Richtlinie zur Überbrückungshilfe III vom 18. Februar 2021