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vbw Fokusthemen/Fokus Corona/Unterstützung bei Steuern und Sozialem, weitere Finanzhilfen

Letzte Aktualisierung: 25. März 2021

Information

Wichtige liquiditätsschonende Steuerregeln mit Auflagen verlängert

Über ein Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen vom 18. März 2021 haben Bund und Länder liquiditätsschonende steuerliche Maßnahmen verlängert. Das betrifft die erleichterten Stundungsmöglichkeiten, die vereinfachte Kürzung von Vorauszahlungen sowie den Aufschub von Vollstreckungen. Es geht um Steuern, die von Landesbehörden für den Bund verwaltet werden.

Die Maßnahmen sind auf von der Corona-Krise nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich betroffene Steuerpflichtige begrenzt. Diese Verhältnisse müssen dargelegt werden.

Stundung

Entsprechend betroffene Steuerpflichtige können bis zum 30. Juni 2021 Anträge auf Stundung der bis zum 30. Juni 2021 fälligen Steuern stellen.

Die Stundungen sind längstens bis zum 30. September 2021 zu gewähren. Über dieses Datum hinaus können Anschlussstundungen für die bis zum 30. Juni 2021 fälligen Steuern nur im Zusammenhang mit einer angemessenen, längstens bis zum 31. Dezember 2021 dauernden Ratenzahlungsvereinbarung gewährt werden.

Eine Nachprüfung erfolgt ohne strenge Auflagen. Auf Erhebung von Stundungszinsen kann verzichtet werden.

Vollstreckungsaufschub

Falls ein Vollstreckungsschuldner dem Finanzamt bis 30. Juni 2021 mitteilt, dass er wie gefordert von der Krise betroffen ist, soll bis 30. September 2021 von Vollstreckungsmaßnahmen bei bis 30. Juni 2021 fällig gewordenen Steuern abgesehen werden.

In diesen Fällen sind vom 01. Januar 2021 bis zum 30. September 2021 entstandene Säumniszuschläge grundsätzlich zu erlassen.

Bei Vereinbarung einer angemessenen Ratenzahlung ist eine Verlängerung des Vollstreckungsaufschubs für bis zum 30. Juni 2021 fällige Steuern längstens bis 31. Dezember 2021 möglich, und zwar einschließlich des Erlasses der bis dahin insoweit entstandenen Säumniszuschläge.

Vereinfachte Anpassung von Vorauszahlungen

Betroffene Steuerpflichtige können bis zum 31. Dezember 2021 Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer 2021 stellen.

Bei der Nachprüfung der Voraussetzungen sind keine strengen Anforderungen zu stellen. Die Anträge sind nicht deshalb abzulehnen, weil die Steuerpflichtigen die entstandenen Schäden wertmäßig nicht im Einzelnen nachweisen können.

Weiterführende Informationen

Das BMF-Schreiben steht unten im Download-Bereich zur Verfügung.

Es ergänzt ein BMF-Schreiben vom 19. März 2020 und tritt an die Stelle eines Schreibens vom 22. Dezember 2020 zum selben Thema. Beide sind ebenfalls eingestellt.