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Letzte Aktualisierung: 05. November 2020

Fokus Corona/Prävention | Information

Vorgaben zum Lüften in Arbeitsstätten und Raumluftreiniger

Regelmäßiges und fachgerechtes Lüften ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Beschäftigten vor einer SARS-CoV-2-Infektion. Die Bundesregierung hat am 16. September 2020 entsprechende Empfehlungen veröffentlicht: Arbeitsschutzgerechtes Lüften

Die Vorgaben der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A3.6 „Lüftung“ müssen umgesetzt werden. Konkret ist in Arbeitsräumen, die länger als nur kurzzeitig von mehreren Personen genutzt werden, so zu lüften, dass die in der ASR A3.6 empfohlene CO2-Konzentration von 1000 ppm in Räumen nicht überschritten, sondern möglichst sogar unterschritten wird:

  • Regelmäßige Stoßlüftung über geöffnete Fenster
  • Besprechungsräume: Nach 20 Minuten für fünf Minuten im Herbst und drei Minuten im Winter lüften.

Eine App, die das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entwickelt hat, gibt Orientierungshilfe bei der Bestimmung der konkreten Lüftungsfrequenz in Innenräumen: CO2-App

Mobile Raumluftreinigung derzeit noch kein vollwertiger Ersatz

Als Alternative zur Lüftung über Fenster bei Räumen ohne raumlufttechnische Anlagen sind derzeit immer wieder mobile Raumluftreiniger im Gespräch. Aufgrund der technischen Eigenschaften können diese während Pandemie bis zum Vorliegen eines entsprechenden wissenschaftlich fundierten Nachweises hinsichtlich der Wirksamkeit nur als ergänzende präventive Infektionsschutzmaßnahme zum Schutz vor SARS-CoV-2 in Innenräumen, die über keine raumlufttechnische Anlage verfügen, eingesetzt werden.

Mobile Raumluftreiniger ersetzen die notwendige Frischluftzufuhr durch Lüften über Fenster oder raumlufttechnische Anlagen zur Erfüllung der Anforderungen der ASR A3.6 jedoch nach aktuellem Stand nicht und bieten auch keinen nachweislichen Schutz vor einer möglichen Tröpfcheninfektion mit SARS-CoV-2 im Nahbereich, wenn der Schutzabstand von 1,5 Metern unterschritten wird.

Die Geräte bedürfen eines sachgerechten Einsatzes unter Berücksichtigung herstellerspezifischer Angaben. Dabei sind verschiedene Randbedingungen zu beachten, insbesondere die Dimensionierung und Positionierung im Raum sowie die Berücksichtigung von thermischen oder stofflichen Lasten, die mögliche Lärmbelastung und der notwendigen regelmäßigen Wartung einschließlich des Filterwechsels unter Beachtung der notwendigen Arbeitsschutzmaßnahmen.

Wissenschaftliche Untersuchung und weiteres Vorgehen

Die vbw hat gemeinsam mit DEHOGA Bayern ein Forschungsprojekt gestartet, das vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert wird. Das Fraunhofer IBP untersucht dabei verschiedene Systeme zur Luftreinigung und Belüftung. Erste Ergebnisse werden in Kürze erwartet. Wir werden uns dafür einsetzen, dass als wirksam gegen SARS-CoV-2-Infektionen identifizierte Systeme auch von staatlicher Seite als Schutzvorrichtungen anerkannt werden.