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vbw Fokusthemen/Fokus Corona/Allgemeines

Letzte Aktualisierung: 23. September 2021

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SARS-CoV-2-AG-Schnelltests sinnvoll einsetzen

Für die Coronavirus-Diagnostik steht eine große Anzahl verschiedener Tests zur Verfügung, und täglich kommen neue Produkte hinzu. Eine Form von Tests sind die sogenannten Antigen-Tests. Sie lassen sich schnell in großen Mengen herstellen und liefern innerhalb kürzester Zeit Ergebnisse.

Was ist ein SARS-CoV-2-Antigen-(Schnell-)Test?

Das Antigen-(Schnell-)Testformat basiert auf dem Nachweis von viralem Protein (= Eiweiß) in Probenmaterialien aus Rachenabstrichen. Im Vergleich zu den Nukleinsäure-PCR-Verfahren weisen die AG-Schnelltests das Virus mit einer geringeren Empfindlichkeit (d. h. geringeren Sensitivität) nach. Der Vorteil der AG-Schnelltests besteht darin, dass sie einfacher und ohne komplexe Infrastruktur wie Instrumente oder Labore und wesentlich schneller als diese, nämlich in etwa 15 bis 30 Minuten, Ergebnisse liefern.

Was kann ein SARS-COV-2-Antigentest leisten, welche Frage kann er beantworten?

Geeignete SARS-CoV-2-AG-Schnelltests kommen dann zum Einsatz, wenn schnell die mögliche Infektiosität von Personen abgeklärt werden muss. So können Antigentests - bei Erfüllung definierter Anforderungen - eine sinnvolle Ergänzung der (PCR-)Testkapazitäten darstellen: In der frühen Phase der Infektion kann schnell und vor Ort eine erste Entscheidung über das mögliche Vorliegen einer übertragungsrelevanten Infektion bei einer Person gefällt werden. Dies ist beispielsweise bei der Aufnahme eines Patienten in ein Krankenhaus der Fall.

Wie sind die Ergebnisse eines SARS-CoV-2-Antigentests zu bewerten?

Die Testung erfolgt als grobe Orientierung und ist keine diagnostische Maßnahme. Ein negatives Ergebnis im Antigentest schließt eine Infektion nicht gänzlich aus, insbesondere, wenn eine niedrige Viruslast vorliegt, wie z. B. in der frühen Inkubationsphase oder ab der zweiten Woche nach Symptombeginn.

Das Ergebnis ist nur tagesaktuell gültig und bietet keine 100%ige Sicherheit. Der Antigen-Schnelltest ist ein zusätzlicher Baustein in der Pandemiebekämpfung und ergänzt die vorhandenen Schutzmaßnahmen im Betrieb.

Eine Wiederholung des Tests erhöht die Aussagekraft. Dies ist insbesondere im Rahmen eines Testkonzeptes mit regelmäßigem Einsatz eines entsprechenden Testes von Bedeutung. Bei einem positiven Testergebnis ist eine Bestätigung durch eine umgehende PCR-Testung beim Hausarzt oder bei einer Corona-Teststelle verpflichtend.

Welche Personen sollten im betrieblichen Setting in der Regel nicht durch einen SARS-CoV-2-AG-Schnelltest getestet werden?

  • Mitarbeiter mit klassischen Symptomen (wie z. B. Husten, Fieber, Schnupfen, Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns).
  • Eine enge Kontaktperson stand im direkten physischen Kontakt mit einer möglicherweise infizierten Person. Da der Übertragungsweg des Corona-Virus hauptsächlich über Tröpfcheninfektion erfolgt, ist der unmittelbare Kontakt entscheidend. Dazu gehört zum Beispiel ein 10-minütiger Gesichts-Kontakt, beispielsweise im Rahmen eines Gesprächs.

Diese Mitarbeiter müssen eine PCR-Testung über die niedergelassenen Ärzte bzw. über das zuständige Gesundheitsamt machen. Allerdings kann ein SARS-CoV-2-AG-Schnelltest auch in diesen Fällen dabei helfen, Kontaktpersonen der Betroffenen schneller zu ermitteln.