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Fokus Corona/Allgemeines | Information

Ergebnisse der BDI-Umfrage zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf F+E Aktivitäten

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 Volker M. Schilling
Volker M. Schilling
Mittelstand, Unternehmensfinanzierung, Technologiepolitik, Tourismus
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Der BDI hat die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, die sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die forschende Industrie und ihren F+E Aktivitäten auseinandersetzt. Die teilnehmenden Unternehmen konnten darüber hinaus Maßnahmen zur Krisenüberwindung vorschlagen. Die Ergebnisse im Detail stehen zum Download zur Verfügung.

Auswirkungen sind deutlich spürbar

Die forschende Industrie ist deutlich von der Corona-Krise betroffen. Nur eine kleine Branchengruppe – insbesondere aus den Bereichen Biotech, Pharma sowie Teilen des Maschinenbaus – kann vom zusätzlichen Forschungsbedarf in Bezug auf das Virus profitieren.

38 Prozent der Unternehmen haben aufgrund der Pandemie interne F+E Aktivitäten reduziert oder gestoppt. In etwa gleich viele Unternehmen planen Kürzungen bei den Forschungsausgaben für das Jahr 2020; vor der Krise waren es nur gut 13 Prozent. Spiegelbildlich ist der Anteil der Unternehmen, der seine Forschungsausgaben im laufenden Jahr ausweiten will, massiv zurückgegangen.

Auch bei Forschungskooperationen, F+E Personal und der Entwicklung von Marktneuheiten werden negative Effekte der Krise deutlich. Einen sichtbaren Schub erhalten dagegen Maßnahmen zur Digitalisierung von Produktentwicklung und Geschäftsmodellen mit einer Zunahme um 35 Prozent.

Rahmenbedingungen müssen konsequent verbessert werden

Die befragten Unternehmen schlagen eine Reihe von Maßnahmen vor, die Anhaltspunkte für die nationale und europäische Restart-Politik liefern.

Auf nationaler und EU-Ebene wünschen sich die Unternehmen vor allem einen einfacheren Zugang zu den Programmen, einfachere Verfahren und höhere Förderquoten:

  • Generell wünschen sich die Unternehmen auf nationaler und EU-Ebene eine Verbesserung bei Zugang und Agilität der Förderprogramme.
  • Darüber hinaus werden Maßnahmen gefordert, um Kooperationen zu stärken und den Abbau des F+E Personals zu stoppen. Hier ist die Hilfe der Bundesregierung für die Forschungsorganisationen zur Kompensation des Wirtschaftsanteils an laufenden Programmen ein richtiger Schritt.
  • Die sinkende Innovatorenquote muss durch gestärkte anwendungsorientierte Förderprogramme aufgefangen werden.
  • Die Digitalisierung der Produktentwicklung und Geschäftsprozesse muss von staatlichen Investitionen in die Infrastruktur begleitet werden.