Die bayerische Wirtschaft

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Gesundheit – Potenziale von Big Data

Kontakt
Dr. Christina Hans
Dr. Christina Hans
Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft
+49 (0)89-551 78-135 +49 (0)175-950 64 62
 Christine Völzow
Christine Völzow
Leiterin Abteilung Wirtschaftspolitik
Digitalisierung
+49 (0)89-551 78-251 +49 (0)151-649 573 38

Big-Data-Methoden bergen ein großes Wertschöpfungspotenzial für die bayerische Wirtschaft, wie die vbw Studie Big Data im Freistaat Bayern – Chancen und Herausforderungen (Prognos / Heckmann, 2016) eindrucksvoll belegt. Danach sollen in den kommenden Jahren 0,3 Prozentpunkte Wirtschaftswachstum alleine durch den Einsatz dieser Technologie realisiert werden können.

Das gilt ganz besonders auch für den Bereich der Gesundheits- und Medizintechnologien. Personalisierte Medizin und individualisierte Medikamente sowie die digitale Patientenakte und neue Diagnosemöglichkeiten bzw. eine flächendeckende Gesundheitsvorsorge sind dafür nur Beispiele. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Akzeptanz der Gesellschaft, weshalb der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft die Bedeutung entsprechender Debatten, aber auch einer sachlichen Information betont.

Sammlung und Nutzung von Gesundheitsdaten wichtig für den Behandlungsprozess

Um die Potenziale einer personalisierten medizinischen Diagnostik und Therapeutik vollständig zu heben, sind eine umfassende Erhebung, Dokumentation und Sammlung von individuellen Gesundheitsdaten sowie auch deren Nutzung durch unterschiedliche Akteure im Behandlungsprozess unerlässlich. Schon die Aufnahme von wenigen Kerndaten auf der elektronischen Gesundheitskarte führte in Deutschland jedoch zu kontroversen Diskussionen.

Voraussetzung für eine dynamische Technologieentwicklung ist Vertrauen in die aktuellen und zukünftigen Möglichkeiten der Technologienutzung. Die Ausgangsbedingungen sind im medizinischen Bereich grundsätzlich gut: Wenn im Hinblick auf den Datenschutz nach Akteuren differenziert wird, genießen Krankenkassen und Ärzte das höchste Vertrauen der Bevölkerung. 66 Prozent glauben, dass dort mit ihren Daten sorgsam umgegangen wird. In Bayern liegt der Wert mit gut 62 Prozent leicht niedriger als im Bund, aber ebenfalls sehr hoch.

Gesundheit und Medizin - Schwerpunktthema 2018

Um diese und weitere Fragen zu klären, machte der Zukunftsrat 2018 das weite Feld der Gesundheit zu seinem Schwerpunktthema. Die zugehörige Grundlagenstudie wurde von der Prognos AG verfasst.