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Themen und Services/Soziale Sicherung/Sozialversicherung

Letzte Aktualisierung: 01. Oktober 2021

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Rechengrößen zur Sozialversicherung in 2022

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 Beate Neubauer
Beate Neubauer
CSR / Nachhaltigkeit, Soziale Marktwirtschaft, Alterssicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Gesundheitswirtschaft, FKS+
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Der Verordnungsentwurf für die maßgebenden Rechengrößen zur Sozialversicherung 2022 liegt vor. Danach soll erstmals die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung (West) (BBG-RV West) zum 01. Januar 2022 abgesenkt werden.

  • von 85.200 Euro/Jahr (2021) auf 84.600 Euro/Jahr (2022)
  • von 7.100 Euro/Monat (2021) auf 7.050 Euro/Monat (2022).

Diese Absenkung folgt aus der pandemiebedingten negativen Bruttolohnentwicklung des Jahres 2020. Da die Festlegung der BBG untrennbar mit der Entwicklung der Löhne und Arbeitsentgelte zusammenhängt, ist dieses Vorgehen obligatorisch.

Die Veränderung der Lohnzuwachsrate betrug 2020 demnach bundeseinheitlich -0,15 Prozent und – auf der Basis der Ermittlungen des Statistischen Bundesamtes getrennt berechnet – in den alten Ländern -0,34 Prozent. Durch die Absenkung der BBG kommt es zu Entlastungen der Beitragszahler.

Mögliche Auswirkungen auf die betriebliche Altersvorsorge

Die vorgesehene Absenkung der BBG kann zu nachteiligen Wirkungen in der betrieblichen Altersvorsorge führen. Denn folgende Werte sind von der BBG RV direkt abhängig:

  • der Anspruch auf Entgeltumwandlung nach § 1a BetrAVG,
  • die Sozialversicherungsfreiheit i. H. v. 4 Prozent der BBG für die Durchführungswege Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 9 SvEV,
  • die steuerliche Höchstförderung i. H. v. 8 Prozent der BBG in den Durchführungswegen Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds gemäß § 3 Nr. 63 EStG,•
  • die Sozialversicherungsfreiheit i. H. v. 4 Prozent der BBG bei Entgeltumwandlungen zugunsten der Durchführungswege Pensionszusage und Unterstützungskasse gemäß § 14 Abs. 1 S. 2 SGB IV,
  • die Sicherungsgrenze des PSV i. H. v. 4 % der BBG in den ersten beiden Jahren bei Entgeltumwandlung gemäß § 7 Abs. 5 S. 3 Nr. 2 BetrAVG.

Ausgehend von vier Prozent der BBG verringert sich der Betrag um zwei Euro pro Monat oder 24 Euro pro Jahr von 3.408 Euro/Jahr (2021) auf 3.384 Euro/Jahr (2022) oder von 284 Euro/Monat (2021) auf 282 Euro/Monat (2022).

Beschäftigte, die dennoch im kommenden Jahr weiter den bisherigen Höchstbetrag in Höhe von 3.408 Euro umwandeln, müssen unter Umständen mit einer teilweisen Doppelverbeitragung rechnen, da sowohl das umgewandelte Entgelt in Höhe der Absenkung des Höchstbetrags (24 Euro) als auch die später daraus gezahlten Betriebsrenten der Beitragspflicht zur Kranken- und Pflegeversicherung unterliegen werden.

Information

Referentenentwurf Verordnung Rechengrößen Sozialversicherung

Information

Tabelle Rechengrößen 2022