Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 23. Juli 2021

Studie

Die Games-Industrie in Bayern

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Dr. Peter J. Thelen
Dr. Peter J. Thelen
Strategie und Politischer Dialog
Telefon +49 (0)89-551 78-333 +mobil+ +49 (0)179-597 87 27

Die Games-Industrie ist schon heute ein wichtiger Teil der Digitalwirtschaft und gehört zu den bedeutendsten Zukunftsbranchen. Games sind dabei mehr als ein Unterhaltungsmedium. Sogenannte Serious-Games haben einen praktischen Nutzen und unterstützen Unternehmen dabei, Entscheidungen und Produktionsprozesse zu optimieren.

Eine alle zwei Jahre aktualisierte bundesweite Studie zur Games-Industrie bietet auf Basis einer gesicherten Datengrundlage ein realistisches Bild der deutschen Games-Branche.

In zahlreichen Folien sind die Zahlen nach Bundesländern aufgesplittert.

Die Bedeutung der Games-Branche

Digitale Spiele (Games gehären zu den zentralen Massenmedien des 21. Jahrhunderts. Bei etwa der Hälfte der deutschen Bevölkerung sind sie fester Bestandteil der täglichen Mediennutzung. Als eine der modernsten kulturellen Ausdrucks- und Erlebnisformen nehmen sie Einfluss auf unsere Gesellschaft sowie unsere Kunst-, Kultur-, Informations- und Bildungslandschaft. Die Branche ist innovativ, sowohl im Bereich technischer Neuerungen (z. B. 3D-odellierung, VR/AR/XR) als auch bei wirtschaftlichen Neuerungen (z. B. Micro-Transactions oder In-Game-Advertising) die teilweise auch von anderen Wirtschaftsbereichen wie der Film-, Architektur- und Baubranche genutzt werden.

Doch während die Geames-Branche weltweit wächst, schrumpft der Marktanteil deutschre Games-Unternehmen. In den letzten Jahren ist auch die absolute Anzahl der in Deutschland in der Branche beschäftigten Personen rückläufig. Einer der möglichen Gründe für den sinkenden Marktanteil ist eine im Vergleich mit Staaten wie den USA, Kanada, Großbritannien oder Frankreich geringere Games-Förderung. Die aktuelle Situation sowie eine Skizzierung prägender Trends der Games-Branche wird in der Analyse Status Quo der Games-Branche sowie der Qualitativen Analyse, durchgeführt vom Forscherteam der Hamburg Media School, abgebildet.

Die künftigen Auswirkungen der Computerspieleförderung auf die Games-Branche

Im Fokus der Erhebung steht die Ermittlung zentraler wirtschaftlicher Kerndaten der Games-Branche wie der Anzahl aktiver Games-Unternehmen, der Beschäftigten, des Branchenumsatzes, der Finanzierungsquellen und vieles mehr. Da die BMVI-Förderung 2019 beginnen sollte und die Nullmessung den Status vor Einführung der Förderung erfassen sollte, ging die Erhebung auftragsgemäß 2019 ins Feld. Erhoben wurden demgemäß Geschäftsdaten aus dem Jahr 2018. Außerdem wurde ein zusammenfassender Abschnitt zur derzeitigen Lage der Games-Branche und eine qualitative Vertiefung der Erhebung im Bereich der Beschäftigtenstrukturen und der typischen Games-Arbeitsplätze beauftragt. Die qualitative Erhebung ist im Unterschied zur quantitativen Erhebung im Jahr 2020 erfolgt. (Quelle: Studie Die Games-Branche in Deutschland 2018/19/20)

Die komplette Studie finden Sie unter folgedem Link: Studie: Games-Branche in Deutschland - game

Handlungsempfehlungen
  • Kommunikation stärken

Die bayerische Games-Branche ist in vielerlei Hinsicht sehr gut aufgestellt und konnte in den vergangenen Jahren auch ein stetiges Wachstum verzeichnen. Die Unterstützung von öffentlicher Seite ist in diesem Umfang im innerdeutschen Vergleich sehr groß. Bayern kann deshalb mit Vielem zufrieden sein.

Die vbw empfiehlt, die Kommunikation für die bayerische Games-Branche unter Rückgriff auf bereits angewandte und bewährte Plattformen und Institutionen stärker und branchenspezifischer auf nationaler und internationaler Ebene aufzubauen.

  • Gründungsfinanzierung ausbauen

Um die finanziellen Bedingungen für die Gründung eines Games-Unternehmens in Bayern zu verbessern, empfiehlt die vbw Maßnahmen, den Förderbetrag der Gründungsförderung des Staatsministeriums deutlich zu erhöhen sowie bessere Bedingungen für private Investitionen zu schaffen.

  • Stärker um internationale Entwickler werben

Mit der Ansiedlung großer internationaler Spieleentwickler in Bayern könnten die lokalen Fachkräfte berufliche Erfahrungen mit den großen Triple-A-Projekten sammeln und damit ihre Qualifikation auf ein internationales Niveau heben. Dies würde Potenziale für die Ansiedlung weiterer großer Entwickler entfalten und könnte auch Ausgründungen neuer Games-Unternehmen mit hochqualifizierten Entwicklern zur Folge haben.