Die bayerische Wirtschaft

Bitte geben Sie Ihre Login-Daten ein

Passwort vergessen?

Sie sind noch nicht registriert?

Jetzt registrieren
Zur Übersicht
Themen und Services/Konjunktur

Letzte Aktualisierung: 28. Juni 2022

Umfrage

Kurzumfrage zur wirtschaftlichen Lage

Kontakt
Venona Haselhuhn
Volks- und Außenwirtschaft, Lateinamerika, Indien, Südostasien, Japan, Afrika, Naher Osten
Telefon +49 (0)89-551 78-442 +mobil+ +49 (0)175-491 65 88
Venona Haselhuhn
Volks- und Außenwirtschaft, Lateinamerika, Indien, Südostasien, Japan, Afrika, Naher Osten
Telefon +49 (0)89-551 78-442 +mobil+ +49 (0)175-491 65 88

Die bayerischen M+E Unternehmen leiden aktuell stark unter den Lieferengpässen und den massiven Kostensteigerungen. Dies zeigt eine aktuelle bayme vbm Umfrage, an der sich 345 Mitgliedsunternehmen mit 590.000 Beschäftigten beteiligt haben.

Mehrheit der Unternehmen rechnet mit Produktionseinschränkungen

28 Prozent der bayerischen M+E Unternehmen gehen infolge der aktuellen Probleme (Lieferketten, Kosten) bis Jahresende von Produktionseinschränkungen in substanziellem Umfang aus, gut 44 Prozent sehen Produktionseinschränkungen in geringem Umfang. Nur 16 Prozent erwarten derzeit keine Produktionseinschränkungen.

Praktisch alle M+E Unternehmen in Bayern spüren derzeit Kostensteigerungen. Knapp 80 Prozent der M+E Betriebe in Bayern sind von Kostensteigerungen in substanziellem Umfang betroffen, weitere 19 Prozent in geringem Umfang. Nur gut zwei Prozent der Unternehmen können die Kostensteigerungen vollständig weitergeben, 28 Prozent zumindest in ausreichendem Umfang.

Erdgas-Stopp hätte fatale Folgen

Insgesamt fast drei Viertel der M+E Unternehmen wären negativ von einem Erdgas-Stopp betroffen. Bei 39 Prozent wäre die eigene Produktion direkt betroffen. Außerdem sind die Betriebe über die Zulieferungen und/oder über die Kundenseite involviert. Dies antworteten 45 bzw. 21 Prozent der Betriebe.

Von den Unternehmen, die im Falle eines Gas-Stopps betroffen wären, würde dies bei gut 21 Prozent zu einem Produktionsstillstand führen, bei knapp jedem zweiten wäre die Produktion in substanziellem Umfang betroffen und bei gut 29 Prozent in geringem Umfang. Ein großes Risiko besteht über indirekte Effekte: So liefern 55 Prozent der Unternehmen, die im Falle eines Gas-Stopps negativ betroffen wären, an Sektoren der kritischen Infrastruktur.

Jeder sechste Betrieb sieht seine Existenz bedroht

Bei gut 78 Prozent der M+E Unternehmen in Bayern haben die aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten einen Gewinnrückgang im laufenden Jahr zur Folge. Fast 43 Prozent sehen Wettbewerbsbeeinträchtigungen gegenüber ihren internationalen Konkurrenten, 29 Prozent müssen kurzarbeiten und 17 Prozent sehen sogar ihre wirtschaftliche Existenz gefährdet.

Die aktuellen Probleme sind eine Bedrohung für die Zukunftsfähigkeit der bayerischen M+E Industrie. So müssen mehr als 57 Prozent der Unternehmen Investitionen reduzieren oder zumindest verschieben, zu einer Reduzierung/Verschiebung der Forschungs- und Entwicklungs-Ausgaben sehen sich gut 22 Prozent der Unternehmen gezwungen. Außerdem wollen mehr als 60 Prozent der Unternehmen ihre Lieferketten diversifizieren. Jedes fünfte Unternehmen will die finanziellen Rücklagen ausbauen, einen Personalabbau befürchten 13 Prozent der Betriebe.

Umfrage

Grafiken Kurzumfrage zur wirtschaftlichen Lage