Die bayerische Wirtschaft

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Themen und Services/Konjunktur/Bayern + Deutschland

Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2022

Umfrage

IW Konjunkturumfrage Bayern, Herbst 2021

 Volker Leinweber
Volker Leinweber
Volkswirtschaftliche Grundsatzfragen
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IW Konjunkturumfrage Bayern, Herbst 2021
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Bis zum Sommer dieses Jahres konnte sich die bayerische Wirtschaft zunehmend aus der Corona-Krise befreien. Der konjunkturelle Aufholprozess ist aber ins Stocken geraten. Dies zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V.(IW) im Auftrag der vbw unter 650 bayerischen Unternehmen durchgeführt hat.

Keine Verbesserung der Geschäftslage mehr

Die Unternehmen der bayerischen Wirtschaft bewerten ihre Geschäftslage auch im Herbst 2021 insgesamt als gut. Das Tempo des Aufholprozesses nach der tiefen Corona-Krise im vergangenen Jahr verlangsamt sich allerdings spürbar. Über die Hälfte der Firmen berichteten im Herbst 2021 von einer im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen bzw. eher gestiegenen Produktion. Einen Produktionsrückgang mussten insgesamt nur gut 15 Prozent hinnehmen.

Für das kommende Jahr wird mit einem weiteren Produktionsanstieg gerechnet. Mit +36,8 Punkten fällt der Erwartungssaldo damit etwas niedriger aus als im Sommer mit +39,0 Prozentpunkten. Vor allem die Unternehmen des Dienstleistungssektors sind optimistisch, hier liegt der Saldo bei +53,3 Punkten. In der Industrie ergibt sich ein Saldo von +35,5 Punkten, im Handel (+8,8 Punkte) und im Bau (+6,4 Punkte) ist der Saldo nur leicht positiv.

Fehlende Vorprodukte bremsen die Produktion

Bei mehr als drei Viertel der Unternehmen führt der Mangel an Vorprodukten zu Produktionsausfällen. Dabei muss ein Fünftel der Unternehmen Produktionsausfälle von mehr als zehn Prozent verkraften. Nach Einschätzung der Unternehmen wird sich die Engpassproblematik kurzfristig nicht entspannen. Auch für das erste Halbjahr 2022 rechnet nur ein Fünftel mit keinen negativen Folgen des Vorproduktmangels. Für die zweite Jahreshälfte 2022 hoffen die Firmen auf eine leichte Entspannung. Aber selbst für das Jahr 2023 befürchtet immer noch knapp die Hälfte der Unternehmen, dass die Produktion durch fehlende Vorprodukte beeinträchtigt ist.

Die Produktion wird derzeit durch verschiedene Effekte belastet. Neben fehlenden Vorprodukten sowie Transport- und Logistikproblemen sind auch Arbeitskräfte ein Engpassfaktor, im Bausektor und im Handel ist dies sogar das größte Problem. Im kommenden Jahr wird sich nach Einschätzung der Unternehmen das Problem des Fachkräftemangels noch verstärken.