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Letzte Aktualisierung: 30. Oktober 2020

Themen und Services/Integration von Geflüchteten | Information

Integrationsmonitoring Zuwanderung und Asyl

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Dr. Markus Meyer
Dr. Markus Meyer
Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung, Fachkräftesicherung, Vereinbarkeit Familie und Beruf, gesund me, BGM/BGF
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Integration durch Arbeit

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Unser Integrationsmonitoring gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Zuwanderung nach Deutschland und die Arbeitsmarktintegration von Personen aus den Haupt-Asylzugangsländern.

Entwicklung der Asylbewerberzahlen und Haupt-Asylzugangsländer

Die Zahl der Erstanträge auf Asyl hat sich in Deutschland und Bayern folgendermaßen entwickelt:

Deutschland Bayern
2015 441.899 67.639
2016 722.370 82.003
2017 198.317 24.243
2018 161.931 21.911
2019 142.509 18.368
Jan. - Juli 2020 55.756 6.668
Veränderung (Jan.-Juli)
zwischen 2020 und 2019
-35,3 % -41,7 %

Im Jahr 2020 kamen die Asylbewerber, die einen Erstantrag stellten (insgesamt 55.756), zum Großteil aus den folgenden Ländern:

Hauptherkunftsländer Jan.-Juli 2020 Vergleich zum Vorjahres-
zeitraum in Prozent
Syrien 18.399 -21,2
Irak 5.356 -35,1
Afghanistan 4.288 -19,2
Türkei 3.290 -44,7
Iran 2.089 -40,2
Nigeria 1.944 -72,3
*Ungeklärt* 1.907 -12,1
Eritrea 1.433 -29,5
Georgien 1.340 36,0
Somalia 1.332 -36,1

Da die Antragstellung erst zeitlich verzögert erfolgt, lassen die oben genannten Daten des BAMF keine verlässlichen Schlussfolgerungen darüber zu, wie viele Geflüchtete sich tatsächlich hierzulande aufhalten beziehungsweise neu hinzukommen.

Entscheidungen des BAMF über Erst- und Folgeanträge

Im Berichtsmonat Juli 2020 wurden seitens des BAMF 13.112 Personen Asylverfahren entschieden. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Entscheidungen um 8,3 Prozent gesunken. Verglichen mit dem Vorjahr hat sich die Anzahl der Entscheidungen um 22,0 Prozent verringert.

Die Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer lag im bisherigen Berichtsjahr 2020 bei 40,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg um 3,4 Prozentpunkte. Die höchste Gesamtschutzquote weist nach wie vor Syrien mit 87,7 Prozent auf. Es folgen der Eritrea (79,5 Prozent), Antragssteller mit ungeklärter Herkunft (57,5 Prozent) und die Türkei (45,1 Prozent).

Ende Juli 2020 waren beim BAMF 42.731 Verfahren anhängig. Im Vergleich zum Vormonat (43.617 anhängige Verfahren) reduzierte sich diese Zahl damit um 2,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreswert (52.609 anhängige Verfahren) ist eine Abnahme der anhängigen Verfahren um 18,8 Prozent zu verzeichnen.

Entwicklung von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und Arbeitslosigkeit

Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern in Deutschland:

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Stand:
Mai 2020
Veränderung gegenüber Vorjahr
  absolut absolut in Prozent
Insgesamt 356.790 +31.095 +9,8
Syrien 127.445 +13.822 +12,2
Afghanistan 62.388 +5.317 +9,3
Irak 43.058 +2.424 +6,0
Iran 35.824 +3.841 +12,0
Eritrea 27.416 +3.127 +12,9
Pakistan 23.362 +226 +1,0
Nigeria 18.083 +1.105 +6,5
Somalia 10.912 +1.234 +12,7

In Bayern waren im Januar 2020 (aktuellste Zahlen) insgesamt 60.174 Personen aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs von 7.790 Personen bzw. 14,9 Prozent.

Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach nichteuropäischen Asylherkunftsländern

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach den Haupt-Asylzugangsländern (Datenstand: Juli 2020), die stark unter dem Eindruck des Corona-Schocks steht. Als arbeitslos gelten dabei Personen, die vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen und sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben. Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten als nicht arbeitslos.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Arbeitslose insgesamt Veränderung zum davon im Vorjahr Bereich SGB II Arbeitslose im Kontext von Fluchtmigration
  absolut in Prozent absolut
Insgesamt 281.036 +32,9 265.335
Syrien 154.461 +27,6 132.279
Irak 39.699 +33,6 26.929
Afghanistan 37.323 +48,7 30.083
Iran 18.167 +32,3 11.847
Eritrea 12.040 +43,4 10.636
Pakistan 7.914 +36,0 2.599
Somalia 5.934 +34,2 4.942
Nigeria 5.498 +56,1 2.320

In Bayern waren im Juli 2020 21.145 arbeitslose Personen im Kontext von Fluchtmigration zu verzeichnen. Dies entspricht einem Plus von 41,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Zur besseren Einordnung: Die allgemeine Arbeitslosigkeit (aller Personengruppen) lag im Juli 2020 sogar um 46,0 Prozent über dem Vorjahresvergleich.

Im April 2020 lag der Bestand an erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (Hartz-IV-Bezieher) im Kontext von Fluchtmigration im Freistaat bei insgesamt 49.422 (-9,6 Prozent im Vorjahresvergleich). Im gleichen Monat belief sich die Unterbeschäftigung bei dieser Personengruppe in Bayern auf 30.999 (-2,8 Prozent im Vorjahresvergleich).