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Themen und Services/Integration von Geflüchteten

Letzte Aktualisierung: 14. Oktober 2021

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Integrationsmonitoring Zuwanderung und Asyl

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 Isabell Grella
Isabell Grella
interimsweise Arbeitsmarkt, BGF/BGM
Telefon +49 (0)89-551 78-278 +mobil+ +49 (0)160-980 914 52
Integration durch Arbeit

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Unser Integrationsmonitoring gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Zuwanderung nach Deutschland und die Arbeitsmarktintegration von Personen aus den Haupt-Asylzugangsländern.

Entwicklung der Asylbewerberzahlen und Haupt-Asylzugangsländer

Die Zahl der Erstanträge auf Asyl hat sich in Deutschland und Bayern folgendermaßen entwickelt:

Deutschland Bayern
2015 441.899 67.639
2016 722.370 82.003
2017 198.317 24.243
2018 161.931 21.911
2019 142.509 18.368
2020 102.581 12.346
Jan.-Jul. 2021 72.297 9.938
Veränderung (Jan.-Juli)
zwischen 2020 und 2019
+29,7 % +85,2 %

Im bisherigen Jahresverlauf 2021 kamen die Asylbewerber, die einen Erstantrag stellten (insgesamt 55.756), zum Großteil aus den folgenden Ländern:

Hauptherkunftsländer Jan.-Juli 2021 Vergleich zum Vorjahres-
zeitraum in Prozent
Syrien 31.774 +72,7
Afghanistan 10.085 +135,3
Irak 6.074 +13,4
*Ungeklärt* 2.724 +42,8
Türkei 2.723 -17,3
Somalia 1.983 +48,9
Eritrea 1.1756 +22,5
Nigeria 1.580 -18,7
Georgien 1.505 +12,3
Iran 1.199 -41,8

Da die Antragstellung erst zeitlich verzögert erfolgt, lassen die oben genannten Daten des BAMF keine verlässlichen Schlussfolgerungen darüber zu, wie viele Geflüchtete sich tatsächlich hierzulande aufhalten beziehungsweise neu hinzukommen.

Entscheidungen des BAMF über Erst- und Folgeanträge

Im Berichtsmonat Juli 2021 wurden seitens des BAMF 12.193 Personen Asylverfahren entschieden. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der Entscheidungen um 18,6 Prozent gestiegen. Verglichen mit dem Vorjahr hat sich die Anzahl der Entscheidungen um 60,7 Prozent erhöht.

Die Gesamtschutzquote für alle Herkunftsländer lag im bisherigen Berichtsjahr 2021 bei 36,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang um 4,2 Prozentpunkte. Die höchste Gesamtschutzquote weist nach wie vor Syrien mit 50,3 Prozent auf. Es folgen Afghanistan (39,3 Prozent) und der Irak (34,1 Prozent).

Ende Juli 2021 waren beim BAMF 70.274 Verfahren anhängig. Im Vergleich zum Vormonat (65.062 anhängige Verfahren) steigt diese Zahl damit um 8,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreswert (42.731 anhängige Verfahren) ist ein Anstieg der anhängigen Verfahren um 64,5 Prozent zu verzeichnen.

Entwicklung von sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und Arbeitslosigkeit

Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern in Deutschland:

Hinweis: In der Beschäftigungsstatistik werden Auswertungen zu Flüchtlingen (Ausnahme: Sonderauswertungen) auch weiterhin nicht möglich sein, da in den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung, die die Grundlage der Beschäftigungsstatistik bilden, keine Informationen zum Aufenthaltsstatus enthalten sind. Daher enthalten die folgenden Zahlen auch Personen, die möglicherweise schon seit längerer Zeit in Deutschland leben.

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Stand:
Mai 2021
Veränderung gegenüber Vorjahr
  absolut absolut in Prozent
Insgesamt 405.943 +25.945 +16,2
Syrien 153.605 +13.822 +20,3
Afghanistan 71.390 +8.750 +14,0
Irak 49.138 +5.999 +13,9
Iran 40.889 +4.976 +13,9
Eritrea 31.942 +4.496 +16,4
Pakistan 25.269 +1.874 +8,0
Nigeria 20.610 +2.533 +14,0
Somalia 13.100 +2.143 +19,6

In Bayern waren im Januar 2021 (aktuelle Zahlen) insgesamt 61.610 Personen aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs von 1.436Personen bzw. 2,4 Prozent.

Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach nichteuropäischen Asylherkunftsländern
Datenstand: Juli 2021

Nichteuropäische Asylherkunftsländer Arbeitslose insgesamt Veränderung zum davon im Vorjahr Bereich SGB II Arbeitslose im Kontext von Fluchtmigration
  absolut in Prozent absolut
Insgesamt 251.535 -10,5 193.112
Syrien 137.336 -11,1 114.713
Irak 37.148 -6,4 24.631
Afghanistan 37.323 +48,7 27.986
Iran 16.309 -10,2 10.325
Eritrea 8.467 -29,7 7.208
Pakistan 7.050 -10,9 2.145
Somalia 5.142 -13,3 4.192
Nigeria 4.607 -16,2 1.912


In Bayern waren im Juli 2021 21.145 arbeitslose Personen im Kontext von Fluchtmigration zu
verzeichnen. Dies entspricht einem Minus von 30,2 Prozent im Vorjahresvergleich.

Im April 2021 lag der Bestand an erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (Hartz-IV-Bezieher) im
Kontext von Fluchtmigration im Freistaat bei insgesamt 40.482 49.422 (-18,1 Prozent im Vorjahresvergleich). Im gleichen Monat belief sich die Unterbeschäftigung bei dieser Personengruppe in Bayern auf 29.432 (-5,1 Prozent im Vorjahresvergleich).