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Letzte Aktualisierung: 14. Mai 2021

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Auswirkungen der Corona-Krise auf F+E Aktivitäten

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 Volker M. Schilling
Volker M. Schilling
Mittelstand, Unternehmensfinanzierung, Technologiepolitik, Tourismus
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Der BDI hat Mitte und Ende 2020 Umfragen zu den F+E Aktivitäten der forschenden Industrie veröffentlicht, die sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auseinandersetzen.

Die letzte Umfrage zeigt: Die Krise der Forschung ist noch nicht ausgestanden und wird einen Teil der forschenden Unternehmen weiter begleiten. Bestimmte F+E Aktivitäten (F+E Außenbeziehungen sowie F+E Kooperationen) sind weiterhin rückläufig. Gleichzeitig richten viele Unternehmen den Fokus auf strukturelle Anpassungen, indem sie ihre Zukunftsfähigkeit durch Investitionen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu sichern suchen.

Auswirkungen bleiben deutlich spürbar

Die forschende Industrie ist weiterhin deutlich von der Corona-Krise betroffen. Nur bei einer kleinen Branchengruppe – insbesondere aus den Bereichen Biotech, Pharma sowie Teilen des Maschinenbaus – haben die F+E Aktivitäten überdurchschnittlich zugenommen.

26,4 Prozent (Mitte 2020: 38 Prozent) der Unternehmen haben wegen der Pandemie ihre internen F+E Aktivitäten reduziert oder gestoppt. Ebenso hoch ist der Anteil der Unternehmen, der auch im Jahr 2021 noch mit Kürzungen gegenüber dem Jahr vor der Krise rechnet. Bei Forschungskooperationen, F+E Personal und der Entwicklung von Marktneuheiten bleiben die negativen Effekte der Krise deutlich. Zum Vergleich: vor der Krise hatten lediglich 15 Prozent eine Kürzung bei den F+E-Ausgaben geplant.

Aus der Krise heraus Zukunftsfähigkeit sichern

Die Zahlen zeigen aber auch, dass drei Viertel der Befragten ihre F+E-Budgets halten oder sogar weiter ausbauen. Viele Unternehmen sind der Ansicht, dass die Krise zum Anlass genommen werden sollte, mehr in eine nachhaltige und klimafreundliche Industrie zu investieren: insgesamt 75 Prozent betrachten dies als wichtig bzw. sehr wichtig. Im eigenen Unternehmen planen 29 Prozent, ihre Investitionen in die entsprechenden Bereiche zu erhöhen, während 17 Prozent ihre Aktivitäten als Folge der Krise reduzieren. Einen noch viel deutlicheren Schub erhalten Maßnahmen zur Digitalisierung der Produktentwicklung und der Geschäftsmodelle: 50 Prozent der Unternehmen weiten ihre Investitionsvolumina aus, gegenüber von nur fünf Prozent, die ihre Aktivitäten verringern.

Rahmenbedingungen müssen konsequent verbessert werden

Die befragten Unternehmen haben in der letzten Umfrage die Maßnahmen aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket der Bundesregierung beurteilt. Dabei konnte angegeben werden, welche der Maßnahmen zur Sicherung und Steigerung der eigenen F+E Aktivitäten als hilfreich eingeschätzt werden.

Größte Erwartungen werden in die ausgeweitete steuerliche Forschungs­förde­rung gesetzt. Weitere wichtige Instrumente sind unter anderem verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten und innovationsfreundliche, unbürokratische Rahmenbedingungen.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen auch, dass gerade im Bereich Klimaschutz eine gezielte Unterstützung der Industrie in der Transformation notwendig ist, um die großen Potenziale technologischer Innovationen zu heben.

Information

BDI-Umfrage zu den Auswirkungen der COVID-19 Krise auf die forschende Industrie

Information

Kernergebnisse der BDI-Umfrage zu den F+E Aktivitäten der Unternehmen