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Themen und Services/Fachkräftesicherung

Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2022

Projekt

SoMI – Sozialraumorientiertes Modellprojekt zur Integration von Menschen mit Behinderung

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 Beate Neubauer
Beate Neubauer
Soziale Marktwirtschaft, Alterversorgung, Sozialversicherung, Renten-, Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung, Grundsicherung/Bürgergeld, Gesundheitswirtschaft, Nachhaltigkeit, CSR, Zuwanderung
Telefon +49 (0)89-551 78-534 +mobil+ +49 (0)173-573 89 22
Fachkräftesicherung FKS+

Fachkräftesicherung FKS+

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Mit dem Modellprojekt „SoMI – Sozialraumorientierte Maßnahme zur Integration von Menschen mit Behinderung“ im Rahmen der Initiative Fachkräftesicherung FKS+ konnte erfolgreich gezeigt werden, wie schwerbehinderte und behinderte Menschen mit einer Gleichgestellung, sowie multiplen Vermittlungshemmnissen im Alter von 25 bis 60 Jahren aus den Rechtskreisen SGB II und SGB III in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können.

Das Projekt lief im Zeitraum von Juli 2019 bis November 2021 an insgesamt vier Standorten, gefördert von der vbw und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit. Umgesetzt wurde das Projekt von den Beruflichen Fortbildungszentren der bayerischen Wirtschaft bfz gGmbH.

Schwerpunkte von SoMI

Um Menschen mit Behinderungen, die zu Projektbeginn eher als arbeitsmarktfern galten, zu erreichen, Vermittlungshemmnisse abzubauen und diese nachhaltig zu integrieren wurden in dem Projekt die folgenden vier Ansätze verfolgt:

  • Sozialraumorientierung/ aufsuchende Arbeit
  • Intensivere individuelle Betreuung
  • Arbeitgeberberatung
  • Nachbetreuung

Der Einsatz der Methode der Sozialraumorientierung ermöglicht es, Menschen mit Behinderung ganzheitlich in ihrer Lebenswelt zu unterstützen und Grundlagen für die Integration in den Arbeitsmarkt zu schaffen.

Alle Teilnehmenden wurde während der gesamten Maßnahme von einem*r Case-Manager*in begleitet, der die individuelle Integrationsplanung gesteuert hat und als Ansprechpartner*in auch zur Erörterung und Klärung „schwieriger“ Lebenslagen zur Verfügung stand.

Die Arbeitgeberberatung zielte zum einen darauf ab, Arbeitgeber für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen durch Beratung zu sensibilisieren. Zum anderen bot sie auch die Möglichkeit, Unternehmen bei der Bewältigung von Schwierigkeiten während der ersten Zeit nach der Anstellung zu unterstützen.

Zur Sicherstellung der nachhaltigen Integration wurden die Teilnehmer*innen bei Bedarf bis zu neun Monate von den Casemananger*innen nachbetreut.

Integrationserfolge

Insgesamt nahmen 96 Personen am Projekt und zwei Projektdurchläufen teil. Auch während der Pandemie und den damit verbundenen Lockdowns wurden die Teilnehmer*innen weiter auf Distanzbetreut. Die Präsenzangebote in SoMI wurden weitestgehend mobil und alternativ umgesetzt.

Allerdings wurde die Integration in den Arbeitsmarkt erschwert, unter anderem durch Kurzarbeit und einer entsprechend gesunkenen Einstellungsbereitschaft der Betriebe. Auch vor diesem Hintergrund sind die Integrationserfolge von SoMI äußerst positiv zu bewerten.

Insgesamt konnten 30 Prozent der Teilnehmer*innen in den ersten Arbeitsmarkt und damit in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung integriert werden.

Aufnahme von SoMI-Aspekten in ESB+

Noch während der Projektlaufzeit sind Aspekte u. a. von SoMI in einer neuen Leistung zur Eingliederung von Menschen mit einer Schwerbehinderung Plus (ESB+) mit aufgenommen worden. Konkret handelt es sich um folgende Punkte:

  • Individuelle Einzelfallbetreuung der Teilnehmer*innen im unmittelbaren Sozialraum der Arbeitslosen ·
  • Längere Nachbetreuungsphase, um die Nachhaltigkeit der Integration abzusichern
  • Konzeptionelle Verankerung der Arbeitgeberberatung

Fazit

Die Initiative Fachkräftesicherung FKS+ hat mit dem Projekt SoMI einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur fallorientierten maßgeschneiderten Betreuung von schwerbehinderten Menschen mit besonderen Unterstützungsbedarfen mit dem Ziel der Arbeitsaufnahme geleistet.

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