Die bayerische Wirtschaft

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Letzte Aktualisierung: 10. März 2022

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Vorschlag der EU-Kommission für Ratsempfehlungen zu individuellen Lernkonten

Kontakt
Sarah Schmoll
Integration von Geflüchteten, MINT-Talentförderung, Projekte
Telefon +49 (0)89-551 78-218

Die EU-Kommission schlägt vor, dass alle Mitgliedsstaaten für jeden ihrer erwachsenen Bürger*innen virtuelle Sparbücher für die Weiterbildung einrichten, sogenannte individuelle Lernkonten. Ziel ist es, allen erwachsenen EU-Bürgern*innen im erwerbsfähigen Alter einen Weiterbildungsanspruch zu garantieren.

Generell steht die vbw einer Kultur des lebenslangen Lernens positiv gegenüber. Die Unternehmen zeigen großes Engagement im Bereich Qualifizierung, denn u.a. investieren sie bundesweit jährlich rund 41,3 Milliarden Euro in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Der EU-Vorschlag sieht vor, dass die private Finanzierung ausschließlich bei den Unternehmen liegen soll, dementsprechend sollten auch zielgerichtete und bedarfsorientierte Weiterbildungsmaßnahmen im Mittelpunkt stehen. Allgemeine gesetzliche Ansprüche lehnt die vbw ab. Außerdem wurde die von Mitgliedstaaten und Sozialpartnern geäußerte Kritik an den individuelle Lernkonten ignoriert. Ein weiterer kritischer Punkt ist die zentrale Regulierung der Lernkonten, denn sie bringt einen hohen bürokratischen Aufwand mit sich, den es unbedingt zu vermeiden gilt.

Die vbw schließt sich aus den oben genannten Gründen den Bewertungen von BDA und Gesamtmetall an. Wir bewerten den Vorschlag zu individuellen Lernkonten kritisch und lehnen ihre Einführung ab.