Die bayerische Wirtschaft

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Digitalisierung/Infrastruktur | Position

Neue bayerische Gigabitrichtlinie: Weg zum Netz der Zukunft geebnet

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Dr. Benedikt Rüchardt
Dr. Benedikt Rüchardt
Steuern, Finanzen, Landesentwicklung, Wirtschaft und Kommunalwirtschaft
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Firmen, die auf digitale Vertriebswege, Produktion und Kommunikation setzen, benötigen längst Bandbreiten weit jenseits von 100 Mbit/s. Diese sind aber auch im Jahr 2020 in Deutschland nicht die Regel.

Förderung des Netzausbaus stieß bisher an enge Grenzen

Vielfach enden entsprechend leistungsfähige Leitungen heute bei Kabelverzweigern. Die letzten Meter zu Unternehmen und Haushalte sind oft noch mit Kupferleitungen erschlossen. Die verfügbaren Bandbreiten liegen damit oft noch deutlich unter 100 Mbit/s. Bisher war eine weitere Förderung des Netzausbaus nicht möglich, wenn schon mehr als 30 Mbit/s verfügbar sind. Das ändert sich nun mit Inkrafttreten der Gigabitrichtlinie.

Neue bayerische Gigabitrichtlinie erleichtert den Netzausbau enorm

Seit 02. März 2020 wird die neue Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von gigabitfähigen Breitbandnetzen im Freistaat Bayern angewendet. Die Staatsregierung hat diese Fördermöglichkeit, auch gestützt auf von der vbw nachgewiesenen Bedarf, bei der Europäischen Kommission durchgesetzt. Das neue Förderprogramm ebnet den Weg zum zukunftsfähigen Gigabitnetz weiter.

Eine Förderung ist grundsätzlich immer dann möglich, wenn noch kein Netz vorhanden ist, welches zuverlässig 100 Mbit/s im Download für Privatanschlüsse und 200 Mbit/s symmetrisch für gewerbliche Anschlüsse übertragen kann. Allerdings bleibt es aus guten Gründen dabei, dass nur dort gefördert wird, wo dem Ausbau durch die Netzbetreiber wirtschaftliche Grenzen gesetzt sind.

Für den geförderten Ausbau des Gigabitnetzes liegt der Ball jetzt bei den Kommunen als Adressaten des Programms. Sie sind aufgerufen, die neuen Fördermöglichkeiten aktiv zu nutzen.

Auch Ausbau des Mobilfunknetzes lokal aktiv unterstützen

Zum Ausbau der digitalen Infrastruktur gehört auch das Mobilfunknetz. Hier gilt es, neben wirtschaftlichen Hürden vor allem lokale Bedenken und Widerstände konstruktiv aufzulösen.

Bayerns Kommunen sind in dem Zusammenhang gefordert, auch das bereits bestehende bayerische Mobilfunkförderprogramm bestmöglich zu nutzen, die Betreiber bei der Suche nach Funkstandorten zu unterstützen und den weiteren Ausbau der leitungsgebundenen Netze engagiert voranzubringen.

Festnetz oder mobil: Gigabit in ganz Bayern bis 2025

Bis zum Jahr 2025 müssen Glasfaser und 5G flächendeckend verfügbar sein, wenn Bayern zukunftsfähig bleiben und Leitmarkt für industrielle Internet of Things (IoT)-Anwendungen und autonomes beziehungsweise hochautomatisiertes Fahren sein will.