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Bildung/Weiterbildung | Information

Nationale Weiterbildungsstrategie

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 Isabell Grella
Isabell Grella
Berufliche Bildung, Weiterbildung und Projekte
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Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, berufliche Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen stärker als bisher zu fördern. Unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) ist so die Nationale Weiterbildungsstrategie (NWS) entstanden. Am 12. Juni 2019 haben BMAS und BMBF das im Koalitionsvertrag verankerte Strategiepapier vorgestellt.

Partner der NWS sind neben den genannten Ressorts das BMWi, die BA, die Länder (Arbeits- und Sozialministerkonferenz, Kultusminister-konferenz, Wirtschaftsministerkonferenz), DGB, IG Metall, IG BCE, ver.di sowie GEW, die BDA, Gesamtmetall und BAVC sowie DIHK und ZDH.

Das Strategiepapier gliedert sich in drei Teile:

  • Darlegung der Ausgangssituation und der weiterbildungspolitischen Herausforderungen
  • Beschreibung von zehn Handlungszielen mit Formulierung der jeweiligen Commitments der NWS-Partner, um diese Ziele zu erreichen
  • Kurze Erläuterung des Umsetzungsprozesses bis zum Ende der Legislatur 2021

Bewertung

Forderungen des Bundesarbeitsministeriums und der Gewerkschaften nach einer Ausweitung der Mitbestimmung der Betriebsräte bei der Weiterbildung, ein „Recht auf Weiterbildung“, eine „Qualifizierungsgarantie“, die Einführung des Transformations-Kurzarbeitergeldes bei der Formulierung des Strategiepapiers von der Wirtschaft abgewehrt bzw. abgeschwächt werden. Deutlich gemacht wurde, dass die Weiterbildung gerade auch mit Blick auf den digitalen Strukturwandel im ureigenen Interesse der Arbeitgeber liegt. Die Unternehmen wissen am besten, was gebraucht wird. Der große wirtschaftliche Erfolg der Unternehmen in Deutschland zeigt, dass der Weiterbildungsmarkt funktioniert und die Qualität der Angebote hoch ist.

Daneben werden die Arbeitgeber ihre Anstrengungen verstärken, mit flexiblen, niederschwelligen und berufsanschlussfähigen Weiterbildungsangeboten auch An- und Ungelernte zu erreichen. Auch bei der arbeitsplatzorientierten Grundbildung für Menschen ohne ausreichende Basis in Lesen, Schreiben, Rechnen und IT-Kenntnissen engagieren sich die Arbeitgeber aus Überzeugung.

Der Charakter eines solchen, zwischen einer großen Zahl von Organisationen abgestimmten, "Kompromiss-Papieres" bringt es mit sich, dass nicht alle Beteiligten allen Formulierungen bis in letzte Detail zustimmen. Entscheidend ist aber, dass große strittige Punkte ausgeräumt oder explizit aufgezeigt wurden.

Umsetzungsprozess

Aktuell läuft der Umsetzungsprozess. Die BDA wird sich gemeinsam mit Gesamtmetall und BAVC als NWS-Partner einbringen.

Im Frühjahr 2021 wird ein gemeinsam von den Partnern der Nationalen Weiterbildungsstrategie getragener Bericht vorgelegt werden, mit dem der Umsetzungsstand und die Handlungsziele der NWS überprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt werden.